Gotrek und Felix

Aus Warhammer - Age of Sigmar - Lexicanum
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Gotrek und Felix

Gotrek Gurnisson und Felix Jaegar sind umherziehende Abenteurer. Über ihre gemeinsame Zeit wird hier berichtet.

Allgemeines

Gotrek und Felix gehören zu den berühmt-berüchtigsten Helden der Alten Welt, wobei ihr Ruhm größtenteils bei den Zwergen bekannt ist, innerhalb der Menschheit sind sie meist bloß Weitgereisten und Händlern ein Begriff. Unter den Zwergen stellen beide eine Legende dar. Gotrek selber wird als "glücklostester Slayer aller Zeiten" eher mit gemischten Gefühlen betrachtet, auch wenn man ihm aufgrund seiner Taten stets mit Ehrfurcht begegnet. Felix wird beinahe als Heiliger angesehen und von vielen Zwergen als einer der größten Menschenhelden seit Sigmar Heldenhammer bezeichnet. Er ist Zwergenfreund, trägt den Ehrentitel Träger des Hammers von Feuerbart (was einen beträchtlichen Teil seines Ruhmes ausmacht), sowie Drachenslayer, obwohl er weder Zwerg noch Slayer ist, jedoch von Zwergen aufgrund seiner Reisen mit Gotrek als solcher angesehen wird.
Es ist unbestritten, dass die Götter der Alten Welt das ungleiche Paar als Helden ausersehen haben, und schon mehrere hohe Persönlichkeiten aller Rassen haben dieses in beiden erkannt.

Die Abenteuer von Gotrek und Felix

Der Mensch Felix Jaegar, Sohn des reichen Händlers Gustav Jaegar und das schwarze Schaf seiner Familie, spielte eine tragende Rolle im Fenstersteuer-Aufstand in Altdorf, und wurde während dessen Niederschlagung vom Slayer Gotrek gerettet, der ihn vor dem sicheren Tod durch imperiale Ritter rettete. Nach einem anschließenden Gelage schwor der völlig betrunkene Mensch dem Zwerg, ihn auf seiner Queste zu begleiten und ein Gedicht über dessen Tod zu schreiben. Von diesem Tage an begleitet Felix mehr oder weniger freiwillig den Zwerg.1

Erste Abenteuer

Kampf an den Geistermundhügeln (Altes Artwork)

Nachdem die beiden Altdorf verlassen hatten, zogen Gotrek und Felix durch das Imperium, mittellos und kaum mehr als Landstreicher und zuweilen Söldner. Im Jahre 2495 IC zerschlugen sie in der Geheimnisnacht einen Slaanesh-Kult im Großen Wald und begleiteten im Jahr darauf den Baron Gottfried von Diehl ins Exil in die Grenzgrafschaften, wo sie sich mit den Untoten der Geistermundhügel, Goblin-Wolfsreitern und nicht zuletzt dem wahnsinnigen Neffen des Barons auseinanderzusetzen hatten. Bei der Schlacht um die Feste Diehl gegen eine Übermacht an Goblins verlor Gotrek ein Auge und Felix durch Verrat Kirsten, in die er sich während der Reise verliebt hatte.1

Anschließend folgte Felix Gotrek auf dessen Suche nach Gold und einem würdigen Verhängnis in das Dunkel unter der Zwergenfeste Karak Achtgipfel, wo sie zusammen mit Aldred Keppler und seinen Begleitern gegen Orks und einen mächtigen Chaostroll kämpften und Felix das magische Schwert Karaghul, ursprünglich das Ziel von Aldreds Expedition, an sich nahm. Danach enttarnte das Duo einen Chaoskult in Fredericksburg und stellten sich in Flensburg den Tiermenschen-Horden der Chaoskriegerin Justine entgegen, die schließlich durch die Hand ihrer eigenen Tochter Kat den Tod fand. Bei Blutdorf töteten sie den verrückten Albericht Kruger und kämpften anschließend in den Wäldern Averlands gegen Tzeentch-Anhänger und Werwölfe.1

Der Graue Prophet

In Nuln angekommen, verdingten sich Gotrek und Felix bei der Kloakenwache und stießen dort auf die Skaven, die unter dem Befehl des Grauen Propheten Thanquol die Einnahme der Stadt planten. Obwohl dieser die beiden zunächst manipulierte, um interne Widersacher zu beseitigen, durchkreuzten sie schließlich doch seine Pläne, und die Schlacht um Nuln ging für die Rattenmenschen verloren. Seitdem sah Thanquol Gotrek und Felix als seine Erzfeinde an und ihre Wege sollten sich noch öfter mit denen des Skaven kreuzen.2 Ihre Rolle bei der Rettung Nulns wurde zu Felix' Verdruss später marginalisiert, und selbst die Skaven, ganz nach der Politik des Imperiums in diesen Dingen, nur als "normale" Tiermenschen angesehen.9

Karag Dum, der Drache und Praag

Auf der Suche nach der verlorenen Zwergenfeste Karag Dum bereisten Gotrek und Felix zusammen mit Snorri Nasenbeißer, einem alten Bekannten Gotreks, anschließend die Chaoswüste in dem Luftschiff Geist Grungnis des verrückten Slayer-Technikers Malakai Makaisson. Auf dem Weg dorthin lernten sie in Middenheim den Zauberer Maximilian Schreiber und die junge Kislevitin Ulrika Magdowa, bald Felix' Geliebte, kennen. In Karak Dum angekommen, bannte Gotrek in einer blutigen Schlacht einen monströsen Blutdämonen, bevor die wenigen Überlebenden der Feste mit dem Luftschiff nach Süden evakuiert wurden.3

Nach einem weiteren Zusammentreffen mit Thanquol und den Skaven auf dem Gut von Ulrikas Vater Iwan Petrowitsch Straghov flog die Geist Grungnis weiter nach Süden, um vor der bevorstehenden Chaos-Invasion zu warnen, deren Vorboten in der Chaoswüste gesichtet wurden. Auf dem Weg kam es zum Zusammentreffen mit dem Drachen Skjalandir, dessen Vernichtung sich die Slayer und ihre menschlichen Begleiter Felix, Max und Ulrika nach ihrer Ankunft in Karak Kadrin widmeten. In der Tat gelang es schließlich Felix mit seinem Schwert Karaghul, das vom Chaos gezeichnete Ungetüm zu töten.4

Anschließend nahmen Gotrek und Felix an der verlustreichen Verteidigung Praags gegen die Horden des Chaoschampions Arek Dämonenklaue und seiner Chaoszauberer Kelmain Schwarzstab und Lhoigor Goldrute teil, in der es Gotrek nach einer zermürbenden Belagerung und dem Durchbruch der Chaosstreitkräfte gelang, Arek zu erschlagen, womit der Angriff endgültig abgewehrt worden war.5

Sylvania und die Wege der Alten

Im von den Kämpfen gezeichneten Praag kam es zum Zusammentreffen mit dem Vampir Adolphus Krieger, der nicht nur das in der Stadt befindliche Auge von Khemri an sich bringen konnte, sondern auch Ulrika veschleppte und ihr den Blutkuss gab. Gotrek und Felix folgten - zusammen mit Max, Snorri und Iwan Straghov - dem Blutsauger bis in die verfluchte Provinz Sylvania. Obwohl Krieger schließlich vernichtet werden konnte, war Ulrika bereits ein Vampir, und Felix verlor endgültig die Liebe seines Lebens an die Schatten, in denen Ulrika nun wandelte.6

Im winterlichen Sylvania wurden Gotrek und Felix dann von Snorri Nasenbeißer und Max Schreiber getrennt und gerieten in das Wegenetz der Alten, durch das sie in das mythische Albion gelangten. Dort stießen sie auf den hochelfischen Erzmagier Teclis, mit dem sie sich gezwungener Maßen verbündeten, um - mit der Unterstützung der barbarischen Einheimischen - eine gigantische Chaosverschwörung, initiiert durch Kelmain und Lhoigor, zu stoppen und das Wegenetz dauerhaft zu schließen.7

Jahre in der Fremde und Rückkehr in die Alte Welt

Nach der Flucht von Albion durch ein Portal der Alten landeten Gotrek und Felix an einem unbekannten Landstrich der Welt.7 Sie durchwanderten die Wüsten Nehekharas12, Arabia und weilten auch in den exotischen Ländern Ind und Cathay.8 Auf dem Weg nach Osten auf der Elfenbeinstraße tötete Gotrek einen Yeti, der über lange Jahre hinweg ein Dorf terrorisierte.21 Nach Kämpfen mit Ork-Freibeutern auf dem Dampfschiff Storm Hammer landeten sie zu einem unbestimmten Zeitpunkt auf einem abgelegenen Archipel, wo sie aufgrund unfreiwilliger Hilfe der Entwendung eines Artefaktes der Alten, dem Heart of Fire, durch eine mysteriöse Zauberin beiwohnten.12

Erst fast zwei Jahrzehnte nach den Ereignissen in Albion sollten Gotrek und Felix wieder einen Fuß in die Alte Welt setzen. Sie erreichten auf einem Schiff das von Orks belagerte Barak Varr, von wo aus sie - aufgrund eines alten Eides, den Gotrek nur zähneknirrschend erfüllte - mit dem Zwergenprinzen Hamnir Ranulfsson und seinem Gefolge zu dessen Heimatstadt Karak Hirn zogen, um sie von Orks und schließlich auch von einer uralten, bösartigen Wesenheit, dem Schläfer, zu säubern. Danach strebten sie - vorzugsweise Gotrek - nach Norden, um sich den Kämpfen im Sturm des Chaos und der Abwehr der Belagerung von Middenheim anzuschließen.8

Verrat in Nuln, die Schwarze Arche und der Sturmgott

Zurück in Nuln, das sie auf ihrem Weg nach Middenheim passierten, begegneten die beiden wieder Malakai Makaisson und Felix traf sowohl auf seinen Bruder Otto als auch auf seine alte Liebe Ulrika. Nach Scharmützeln mit Chaoskultisten und Vampiren flogen sie mit der Geist Grungnis, die frische Kanonen transportierte, gen Middenheim. Allerdings waren diese Kanonen besessen, und nach dem Kampf gegen einen sich manifestierenden Dämonen mussten sowohl die Waffen als auch das Luftschiff aufgegeben werden.9

Die Kämpfe um Middenheim waren ohne Gotrek beendet worden, doch dem darüber zerknirrschten Slayer sollte sich bald eine neue Gelegenheit für ein würdiges Verhängnis bieten. In Marienburg, das Felix aufgrund eines Auftrages seines Vaters besuchte, schlossen sich die beiden einer Expedition an, der auch ihr alter Weggefährte Max Schreiber angehörte. Ziel war es, die Dunkelelfen an der Verwendung einer äonenalten, todbringenden Waffe zu hindern, doch zunächst landeten sie in den Kerkern einer Schwarzen Arche. Dennoch wurde das gewaltige Schiff durch die Hilfe von anderen Sklaven und dem Eingreifen des alten Widersachers Thanquol, der die Waffe in seinen Besitz bringen wollte, schließlich versenkt.10

Zurück in Marienburg, stießen Gotrek und Felix auf Anhänger des Gottes Stromfels, die mit Hilfe eines mysteriösen Artefakts eine Inkarnation ihres bösartigen Meisters beschworen. Das Ungetüm konnte schließlich vernichtet werden, und die beiden reisten anschließend in das Imperium zurück.13

Tiermenschen und die lebenden Toten

In Altdorf erfuhr Felix nicht nur vom Tod seines Vaters durch die Hand der Skaven sondern begegnete auch einem Templer des Flammenden Herzens, der das Schwert Karaghul für seinen Orden zurückforderte. Infolgedessen brachen Felix und Gotrek auf, um die im Sturm des Chaos vermissten Templer ausfindig zu machen, wo sie auch wieder auf Kat und Snorri trafen. Allerdings waren die Templer keineswegs tot, sondern wie viele andere Menschen durch unheilige Zauberei in Tiermenschen verwandelt. Durch imperiale Streitkräfte und einen mysteriösen Eremiten unterstützt, konnten die Tiermenschen und ihr Schamane schließlich vernichtet werden, doch der Eremit entpuppte sich als Nekromant, der nun, mitten in der Geheimnisnacht, die Toten sowohl des Imperiums als auch der Tiermenschen wiederauferstehen ließ.11

Anmerkung: Da die Gotrek & Felix-Romanreihe bisher nicht abgeschlossen wurde, sind ab hier die weiteren Geschehnisse nicht bekannt.

Weitere Abenteuer

Gotrek und Felix tauchten noch in weiteren, zeitlich nicht immer genau einzuordnenden, Situationen in der Geschichte der Warhammerwelt auf. So bekämpften sie etwa Chaoszwerge an den Ausläufern der Chaoswüste17, begegneten in einer Altdorfer Kneipe dem berüchtigten Harald Kleindienst auf dessen Suche nach einem Serienmörder18 und retteten Henkin Warsch im Schrammel Monastery.19

Einige Abenteuer scheinen definitiv nicht, noch nicht oder in einer parallelen Wirklichkeit stattgefunden zu haben. Im Wegenetz der Alten sah Felix diese in warpgeborenen Visionen und befand, dass sie offenbar bisher nie stattgefunden hatten.7 Darin erlebten Gotrek und Felix die magische Wiedergeburt des Vampirfürsten Manfred von Carstein in Schloss Drakenhof in Sylvania mit14 und nahmen an der Schlacht um Talabheim gegen eine gewaltige Horde von Orks und Goblins teil, in deren Verlauf Snorri Nasenbeißer den Tod fand.20a/20b:

Spieltechnisches und Anmerkungen

Gotrek und Felix waren als Besondere Charaktermodelle im Armeebuch Zwerge 4. Edition enthalten. In der 6. Edition von Warhammer Fantasy Battles bilden die beiden ungleichen Kameraden ein Legendäres Söldnerregiment (Regiment of Reknown). Die Abenteuer werden von William King in Romanen (auf deutsch im Heyneverlag bzw. bei Boulevard Piper erschienen) beschrieben, wobei es sich beim erster Band um Kurzgeschichtensammlungen handelt, deren Hintergrund Stand der 3./4. Auflage bzw. des Warhammer Fantasy Roleplay (1.Auflage) ist. In verschiedenen (älteren) Armeebüchern finden sich weitere kleine Geschichten über die beiden, die in den Romanen nicht verarbeitet wurden. Im ersten, nicht von William King verfassten Band, "Orcslayer" von Nathan Long, sind die beiden von einer langen Reise über Tilea, Arabia und andere Länder nach mehr als 20 Jahren wieder in die Alte Welt zurückgekehrt, rechtzeitig zum Sturm des Chaos.

Modelle

Von Gotrek & Felix erschienen jeweils 2 Miniaturen. Im Juli 2006 erscheint ein Minidiorama mit Sammlerminiaturen, das sie zusammen mit Snorri Nasenbeißer, Ulrika Magdova und Max Schreiber zeigt, wobei die Figuren jedoch etwas größer sind und nicht dem WHFB-Maßstab entsprechen.

Gotrek Gurnisson & Felix Jaegar (klassische Miniaturen)
Gotrek Gurnisson & Felix Jaegar (aktuelle Miniaturen)
Gotrek Gurnisson, gemeinsam mit Josef Bugman als Grombrindals Schildträger (Jubiläums- miniatur: 30 Jahre White Dwarf)
Gotrek Gurnisson, Felix Jaegar, Snorri Nasenbeißer, Max Schreiber & Ulrika Magdowa (Sammlerminiaturen)

Quellen