Strigoi

Aus Warhammer - Age of Sigmar - Lexicanum
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Orte (oder Kanalisationen) unter der Kontrolle der Strigoi in der Alten Welt

Die Strigoi sind eine der Blutlinien der Vampire.

Allgemein

Die Blutlinie der Strigoi besteht heute nur noch aus verwilderten, hasserfüllten Kreaturen, die sich in Friedhöfen und unterirdischen Kavernen verbergen, um sich dort vom Blut der Leichen und Tiere zu ernähren. Einst besaßen sie ein stolzes Reich, in dem sie von ihren Untertanen wie Götter verehrt wurden, doch heute leben nur noch Ghule und Fledermäuse in ihrer Gesellschaft.

Obwohl ihre Magie weniger subtil als die raffinierte Nekromantie anderer Vampirklans ist, büßt sie dadurch nichts an Effektivität ein. Horden kannibalischer Ghoule werden von den einsamen Strigoi angezogen und bilden oft eine Art grotesken Hofstaat. Grabräuber und Halunken, die die Toten auf den Schlachtfeldern ihrer Habseligkeiten berauben, haben gelernt, ihr Werk vor Einbruch der Nacht zu verrichten, denn mit der Finsternis fallen alle Arten von Aasfressern über die Toten her: Ghoulmeuten und die schnellen und tödlichen Jäger der Nacht – Strigoi-Vampire. Es hat seine Gründe, warum die Bewohner der Alten Welt auch von den Ghoulkönigen sprechen, wenn sie über die Strigoi reden.

Geschichte

Als in alten Zeiten die Vampire vor der Zerstörung ihrer Stadt Lahmia flohen und nach Norden zogen, befand sich unter ihnen auch ein Vampirfürst namens Ushoran, Herr der Masken. Dieser außergewöhnlich mächtige und stolze Vampir strebte schon bald nach der Herrschaft über die Verstoßenen. Diese entschieden jedoch, dass von nun an niemand mehr allein über sie herrschen solle und jeder seinen eigenen Weg gehen konnte, bis sie ihr Schicksal ereilte.

Ushoran beherrschte nach seiner Trennung von den anderen Vampiren das kleine Menschenreich von Strigos zwischen den Ausläufern der Berge in den heutigen Düsterlanden, und seine Gesetze ermöglichten ein relativ friedliches Zusammenleben von menschlichen Untertanen und vampirischen Herren. Als seine eigene, "bessere Version" des Vampirkönigreiches des antiken Lahmia gedieh, sandte er Boten an den Hof der Vampirkönigin in der Silberspitze im Weltrandgebirge. Doch das Schicksal - und seine Schwester Neferata - gönnten dem Vampirklan Ushorans keine friedliche Herrschaft. Als die Armeen von Strigos gegen Invasionsheere aus dem nördlichen Menschenreiche zogen, die von den Vampirinnen der Lahmia aufgehetzt worden waren, nahm das Unheil seinen Lauf. Plötzlich und unverhofft brach aus dem Weltrandgebirge ein riesiger Waaagh! der Grünhäute hervor. Nachdem sie die Grenzpatrouillen überrannt hatten, ergossen sich die Orks über die fruchtbaren Ebenen von Strigos und standen schon bald vor den Mauern Mourkains. Als Ushoran die Nachricht von dem Überfall zu Ohren kam, zog er sofort zurück nach Süden, um seine Hauptstadt zu verteidigen.

In der Schlacht auf der Staubebene stieß die bereits erschöpfte Armee von Strigos auf die unzähligen Orks vor den Mauern der Stadt. Nach einer langen und blutigen Schlacht mussten sich die Strigoi geschlagen geben. In ihrer Verzweiflung sahen sie keinen anderen Weg, als einen Durchbruchsversuch zu den Toren der Stadt. Als der mächtige Orkschamane, welcher die Horde führte sah, wie die Tore der Stadt für die zerschlagenen Überreste der Strigoi geöffnet wurden, befahl er einen Großangriff gegen die Verteidigungstruppen vor den Toren. Ein riesiger Orkboss und der Schamane, die beide auf gewaltigen Lindwürmern ritten, fielen als erste über die belagerten Menschen am Eingang der Stadt her. Vor diesen Toren sollte Ushoran sein Schicksal ereilen, denn hier stellte er sich zum letzten Gefecht. Ein epischer Kampf entbrannte zwischen dem Vampirfürst und den Orks, und Ushoran erschlug den Waaaghboss Garsnag Cracktooth. Schließlich musst sich der Adlige den Kräften des Orkschamanen Redeye beugen und wurde vernichtet. Sein Todesschrei soll noch heute in manchen Nächten durch die finsteren Ruinen Mourkains hallen.

Nicht alle Strigoi-Vampire starben mit Ushoran. Einige überlebten und flohen in die Reiche der Menschen im Norden. Auf der Suche nach Hilfe trafen sie auf vermeintliche Verbündete in den Wäldern Sylvanias, nahe Vashaneshs Schloss, an der Grenze zu Kislev. Doch der stolze Fürst von Carstein erinnerte sich noch zu gut an die boshafte Arroganz Ushorans und ließ seine einstigen Leidensgenossen wie Tiere durch die Wälder jagen.

Langsam verwandelten sich die Strigoi trotz ihrer enormen vampirischen Kräfte in verzweifelte Kreaturen, die sowohl von den Menschen als auch von anderen Vampiren gehasst wurden. Dies hat laut Manfred von Carsteins Liber Necris mit der großen Menge Ghur in den wilden Tieren zu tun, die sie mit deren Blut zu sich nahmen. In ihrer Verlassenheit haben viele ihren Verstand verloren und sind zu einsamen, jämmerlichen Kreaturen geworden, die es nicht einmal mehr wagen, Menschenblut zu trinken, da sie fürchten, die Aufmerksamkeit der Hexenjäger oder anderer Vampire zu erregen. Aus diesem Grund verstecken sie sich auf Friedhöfen, wo sie die Gräber unlängst Verstorbener öffnen und ihr kaltes Blut trinken. Tagsüber verbergen sie sich in nasskalten Grüften und Abwassersystemen in der Nähe ihrer Nahrungsquellen. So sollen die Kanäle Miraglianos und Marienburgs jeweils Schlupfwinkel eines Strigoi-Vampirs gewesen sein. Ihre Erscheinung, die immer mehr gebückt laufenden, grotesken Unwesen ähnelt, ist ein Abbild ihres bemitleidenswerten Lebensstils. Mit der Zeit haben die tierischen Züge ihres Wesens die Oberhand gewonnen und jede Ähnlichkeit mit einem menschlichen Wesen ausgelöscht.

Außer den wenigen Vampiren von Ushorans Blutlinie entkamen auch ein Teil der menschlichen Einwohner Strigos den Massakern und der anschließenden Sklaverei durch die Grünhäute. Diese armen Menschen bildeten ein Volk heimatloser Nomaden, Strigani genannt, die mit ihren Zigeunerwagen durch die Menschenreiche ziehen, und nach über 2000 Jahren noch immer von der Wiedererrichtung Strigos' in alter Herrlichkeit träumen. Es heißt, die Strigani wären ihren alten Herren, den Strigoi, noch immer loyal ergeben, und würden die monströsen Vampire in ihren Planwagen ungesehen von Ort zu Ort transportieren. Obwohl diese Geschichten oft jeder realen Grundlage entbehren, wurden schon viele Strigani-Karawanen Opfer von wütenden Mobs oder zogen die tödliche Aufmerksamkeit der Hexenjäger auf sich. Heute sind die meisten der Strigoi zu Varghulfs geworden.

Berühmte Strigoi

Es gibt mehrere berüchtigte Strigoi, deren bloße Namensnennung Angst und Entsetzen in die Herzen der Sterblichen sähen. So etwa

  • Voragh - der erste und größte der Ghoulkönige und
  • Trashlar, der Schändliche, der sich an der Küste Albions sein eigenes Reich schuf.

Armeen

Die Armeen der Strigoi zeichnen sich neben den normalen Untoten einer Vampirarmee durch besonders viele Ghule und andere wilde Kreaturen aus:


Miniaturen

Strigoi-Vampir (6. Edition)
Strigoi-Vampir (6. Edition)
Strigoi-Vampir (6. Edition)

Quelle