Myrmidia

Aus Warhammer - Age of Sigmar - Lexicanum
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Myrmidia gehört zu den sogenannten Klassischen Göttern, und wurde schon lange vor der Ankunft des Sigmar und der Gründung des Imperiums angebetet. Sie ist die Göttin des Krieges, und wird als solche vorallem im Süden der Alten Welt - in Tilea, Estalia und dem südlichen Imperium - verehrt.

Gemäß religiösen Legenden der Alten Welt ist sie ebenso wie ihre Schwester Shallya, die Göttin der Barmherzigkeit, die Tochter des Mórr und der Verena. Ihre Symbole sind Speer und Schild oder aber eine Sonne mit einem weiblichen, meist huldvoll lächelnden Gesicht. Außerdem wird Myrmidia gerne mit Löwen assoziiert, die auf Abbildungen oft zu ihren Füßen liegen. Ein stilisierte Löwenkopf mit umgebender, gewaltiger Mähne ist dabei dem Sonnensymbol der Göttin recht ähnlich.

Als Kriegsgöttin steht der Kult der Myrmidia zwangsläufig in Konkurrenz zu dem des Ulric. - Allerdings ist ihr Verhältnis zu Krieg und Kampf ein deutlich anderes, als das des Gottes der Wölfe und des Winters: Myrmidia steht vorallem für die Kunst und die Wissenschaft der Kriegsführung, Strategie und Taktik - mit den wilden Kriegern, rasenden Nahkämpfern und dem Berserkertum, das die Anhänger Ulrics - und stärker noch Khornes - auszeichnet, hat sie nicht viel zu schaffen. Myrmidia ist sowohl unter den gemeinen Soldaten und Söldnern populär, als auch unter den hohen Offizieren. Viele tileatische Söldnerkompanien schmücken ihre Banner mit einem Bildnis der Göttin - gerne nach der Vorlage Mona Liccas oder eines Portraits Gossippa Lottas - oder ihren Symbolen. Die Rivalität der Kulte Myrmidias und Ulrics drückt sich kaum einmal in offenem Kampf aus, sondern findet sein Ventil ehr im Wettstreit um die jeweils beste Leistung auf dem Schlachtfeld.

Der größte Tempel der Myrmidia steht in Magritta in Estalia, wo sie außerdem als Göttin der Weisheit verehrt wird. Das dort aufbewahrte große «Buch der Weisheit» war das Ziel des Necrarchen Nourgul des Schwarzen. Der Wamphiri brach allein wegen dieses Buches den grausamen Blutkrieg vom Zaun, und starb letztlich und zerfiel zu Staub, als er den Folianten berührte.

Priester der Myrmidia in ihren traditionellen weiße Roben mit den ausladenden blauen Kapuzen sind oftmals geniale Taktiker. Deswegen werden sie als Teil des Kommandostabes beinahe jedes Armeeanführers und Söldnergenerals hoch geschätzt.

Im Haupttempel zu Magritta ist auch der Sitz des Archecclesiastium, einer Art herrschendem Konzil des Myrmidia-Kultes, dem alle Tempel der Göttin unterstellt sind. Weitere Tempel findet man praktisch in jeder tileatischen und estalianischen Stadt, und auch in Städten im Süden Bretonias und des Imperiums - etwa in Talabheim oder Nuln. Kleinere Schreine der Kriegsgöttin gibt es überall dort, wo regelmäßig tileanische Söldnerregimenter in Dienst genommen werden. Die Architektur der Tempel der Myrmidia folgt üblicher Weise dem Stil Estalias and Tileas, wo ihre Verehrung am populärsten ist. Sie bestehen häufig aus quadratischen oder rechteckigen Sälen mit hohen und spitzen Dächern. Prächtige Relieffs von übergroßen Waffen und Schilden bedecken üblicher Weise die Außenmauern der Tempel, während echte Prunkwaffen und Schilde an den Innenwänden hängen. Schreine nehmen häufig die Form von Miniaturtempeln an, entweder mit Statuen der Göttin oder freistehenden Skulpturen gestapelter und aufgehäufter Waffen, Schilde und Rüstungen.

Die Ordensritter des Sonnenordens gründeten sich während der Kreuzzüge gegen Arabia, als eine Gruppe Ritter aus dem Imperium durch ein Wunder den Einsturz eines Tempels der Göttin in Estalia überlebten. Als Templer einer "ausländischen" Göttin stellen sie im Imperium eine religiöse Minderheit dar, die nicht in allen Provinzen gern gesehen ist. In Tilea und Estalia sind sie dagegen ein bedeutender Machtfaktor, und übernehmen auch die Funktion von Hexenjägern, die chaotische und sonstige verderbte Kulte und Umtriebe verfolgen.

In Tilea gilt Myrmidia außerdem als Patronin der Wissenschaft und der schönen Künste. Offensichtlich wurde Myrmidia bereits von den Barbaren Sigmars im Gebiet des heutigen Imperiums angebetet, erklärte Forscher Frobius von Nuln doch eine Statue nahe Wustburg als ein uraltes Relikt der Anbetung von Myrmidia.

Quellen