Necrarch

Aus Warhammer - Age of Sigmar - Lexicanum
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Orte unter der Kontrolle von Necrarch in der Alten Welt, darunter (südlich) der Wald der Schatten von Zacharias

Die Vampire der Necrarch

Vampir im Stil der Necrarch
(3. Edition, OOP)

Die Blutlinie der vampirischen Gelehrten und unumstrittenen Meister der Nekromantie, der Necrarch (oder auch Necrarchen), wurde von Wsoran begründet. Dieser war als Mensch in der vorzeitlichen Stadt Lahmia in Nehekhara ein überaus begabter Alchemist und Magier, der zusammen mit seiner Königin Neferata heimlich die verbotenen Schriften des Nagash studierte, die sie in Khemri erbeutet hatte. Gemeinsam mit ihr war er dafür verantwortlich, daß der Fluch des Vampirismus in die Warhammerwelt kam und in seinem Unleben sammelte er ein unvorstellbares Maß an Wissen an. Als die anderen Priesterkönige Nehekharas schließlich Lahmia angriffen und zerstörten, gehörte er zu den wenigen Vampiren, die dem Inferno entkamen, und bei Nagash in dessen Feste Nagashizzar Zuflucht fanden. Gemeinsam mit Nagash und seinen Vampirgeschwistern führte er den Vernichtungskrieg gegen die Priesterkönigreiche, die Nehekara letztlich zum Land der Toten machen sollten. Er war von allen Vampiren derjenige, der am Längsten an der Seite des großen Nekromanten blieb, von dem er sich noch umfassenderes Wissen um die Schwarze Magie und die Chance erhoffte, sich an seinen Feinden zu rächen, während die anderen Blutsauger sich zerstritten, und in alle Winde zerstreuten. Schließlich wurde Wsoran jedoch von seinem besten Schüler, Melchior gemeuchelt, der ihm seine Macht neidete. Melchior trank das verdorbene Blut seines vormaligen Meisters, und zog dadurch jenen Fluch des körperlichen und geistigen Verfalls auf sich, unter dem seither der gesamte Vampirclan der Necrarch leidet. Sie stehen ganz oben auf der Liste der Hexenjäger, auch wenn sie zu finden ein fast unmögliches Unterfangen ist, und einige imperialen Gelehrten sogar behaupten, dass es sie gar nicht gibt.

Andere Quellen behaupten allerdings, Wsoran sei bereits in den Flammen der brennenden Bibliotheken Lahmias umgekommen, und der Wahnsinn der Necrarch sei der Preis, den sie dafür zahlten, daß sie das größte und umfassendste Wissen um die dunklen Künste besäßen.1


In jedem Fall unterscheiden sich die Necrarch drastisch von den edlen, kraftvollen Vampiren der Blutdrachen und von Carsteins, den kalten Schönheiten der Schwesternschaft der Lahmia oder den monströsen und bestialischen Strigoi: Ihr an Zombies oder Verfluchte erinnerndes Äußeres spiegelt ihre innere Verdorbenheit wider. Das Blut der Necrarch ist mit Fäulnis verunreinigt, und mit dem Kuss des Untods beginnt ihre Verwandlung. Die skelettierten Necrarch sind wahrhaft Untote, welche mehr im Schattenreich des Todes existieren, als in der Welt der Lebenden, die für sie blass und uninteressant erscheint, und die sie oft nur noch schemenhaft wahrzunehmen vermögen. Sie sind Einsiedler und Einzelgänger, die sich in abgelegenen schwarzen Türmen verbergen. Sie ziehen eher selten in den Krieg, haben kein Interesse an großangelegten Eroberungen oder Intrigen, mit denen die Vampirinnen der Lahmia die Menschen manipulieren. Ihre Existenz ist den Sterblichen deshalb kaum bekannt.

Vampir der 3. Edition im Stil der Necrarch (unbemalt)
Interesse haben die Necrarch ausschließlich an der Anhäufung von Wissen und an ihren abscheulichen Experimenten. Als Diener bevorzugen sie die Entstellten, Verkrüppelten, die Verstoßenen und Wahnsinnigen - und nur äußerst selten gewähren sie einem dieser Unglücklichen den dunklen Kuß, um ihn zu ihrem vampirischen Schüler zu machen. Leichenräuber, die sie mit Rohmaterial für ihre Laboratorien versorgen, sind die einzigen Sterblichen, die die Necrarch sonst noch in ihrer Nähe dulden, da sie zumeist das Leben an sich als Krankheit betrachten, die ausgemerzt werden muß. Sollten ihre Forschungen, die sich mit jenen Nagashs decken, jemals Erfolg haben, würden sie die gesamte Welt in ein einziges Untotenreich verwandeln. Sie sind wahre Meister der Alchemie und der Magie. In ihren innersten Heiligtümern horten sich uralte Schriften, nur beleuchtet durch Kerzen aus menschlichem Fett. Sie leben meist in den höchstmöglichen Türmen und beobachten die finstersten Winde der Magie. Hexenjäger, die Jagd auf sie machen, schweigen über ihre Ziele, und schwören stattdessen, die Monster von der Welt zu tilgen oder dabei zu sterben.

In den seltenen Fällen, in denen Necrarch offen in den Krieg ziehen, geschieht dies zumeist um einen Schatz an verbotenem Wissen an sich zu reißen oder aus Rivalität mit anderen Untoten. Allerdings können sie bei sochen Gelegenheiten auch mit Leichtigkeit gewaltige Armeen an Untoten ausheben und unvorstellbar mächtige Kräfte entfesseln. Jedes Jahr zur Geheimnisnacht sprechen die Necrarch finstere Sprüche von ihren Türmen, die alles Leben in ihrem Reich vernichten und Flüsse und Wälder vergiften.



Weisheit hat ihren Preis. Unsere Weisheit ist die größte, und so zahlen wir den größten Preis.

+++Verfasser unbekannt+++
Necrarch



Bekannte Necrarch:

Von Dieter Helsnicht, dem einstigen Erznekromanten von Middenheim, meinen einige, daß er nicht nur immer noch existiert, sondern inzwischen auch ein Vampir der Necrarch sei. Ein weiterer Necrarch, der tatsächlich zu einer unheiligen Koexistenz mit den abergläubischen Menschen seiner Umgebung gelangt war, bis diese von den Templern des Morr beendet wurde, trug den Namen Absolom von Helsnicht.

Miniaturen

Bereits lange vor der Aufteilung der Untoten gab es von Citadel Miniatures einen Vampir im Necrarch-Stil, der noch heute über die Mailorder erhältlich ist.

Neben Melchior auf seinem Geflügelten Nachtmahr und Zacharias auf seinem Zombiedrachen brachte Games Workshop insgesamt 6 Miniaturen von Necrarchvampiren heraus - je drei zu Fuß und auf Nachtmahren:

Vampire der Necrarch
Klassische Necrarch (5. Edition)
Aktuelle Necrarch (6. Edition), designt von Mark Harrison

Anmerkungen

1Diese Information stand im Armeebuch Vampire 5. Edition und widerspricht den Aussagen im Armeebuch Vampire 6. Edition.

Quellen

Zusätzliche Hinweise

Die Informationen und Szenarien zur Blutfehde der Vampire, die Geschichte Heinrich Kemmlers und die Regeln für Melchior für die 6. Edition finden sich auf der deutschen GW-Homepage unter http://www.games-workshop.de im Bereich Warhammer in der Sektion Vampire, wo sie z. T. auch als Pdf-Dateien herunter geladen werden können.