Pallidus

Aus Warhammer - Age of Sigmar - Lexicanum
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König Pallidus gründete mit dem Stamm des Pallidus ein kleines Königreich zur Zeit Sigmars im Nordwesten des späteren Imperiums im Gebiet um das Strandräuberkap.

Es heißt, das Pallidus praktisch keine Steuern verlange, außer den Körpern der Toten. Seine Untertanen fanden sich mit dieser "Leichensteuer" ab, da es ihnen unter seiner Herrschaft gut ging, und sie nicht unter der Unterdrückung durch den Adel des Reiches, Kriegen und Piraterie zu leiden hatten. Alles spricht dafür, daß er ein Nekromant war, der mit der Zeit zu einem mächtigen Todesfürsten wurde. Er residierte in einem Schloss im Vorgebirge des Kaps und der Bucht, wo er das Lebenselixir aus goldenen Schalen trank, eine riesige Bibliothek nekromantischer Schriften besaß, die von Leuchtern aus menschlichen Fingerknochen erhellt wurde und Skelette in Schwarzen Roben seine Kammerdiener waren. Statuen die in Agonie schreiende Mumien darstellten, bewachten die Eingänge seiner Krypta und die Lesepulte seiner Studienräume besaßen die Form verkrümmter, buckliger Skelette. Während der 500 Jahre, die sein Nekromantenkönigreich angeblich bestand, wurde er allerdings körperlich immer schwächer und müder, er vertrug das Sonnenlicht zunächst schlechter und schließlich überhaupt nicht mehr, und war am Ende nicht mehr in der Lage, sich von seinem Thron zu erheben oder gar seine Krypta zu verlassen. Als der untote Herrscher endgültig in Starre und Schlaf verfiel, während er vergebens auf einen Nachfolger wartete, wurde sein kleines Reich wahrscheinlich von den kriegerischen Teutogen oder den Norse vernichtet, die als Fremde für die Praxis der Leichensteuer und der Nekromantie kein Verständnis hatten, die der Stamm des Pallidus akzeptierte. Der Name seines Reiches, das das Gebiet um das Strandräuberkap umfasste, ist jedoch nicht überliefert.

Spätere Generationen der Menschen am Strandräuberkap - in der Regel arme, einfache Fischer - kannten den König ihrer Vorfahren in ihren verzerrten Überlieferungen nur unter der Bezeichnung "die Leiche".1 Sie sahen in ihm - dank der Missionierung durch wandernde Priester des Morr, die den Altar über der Krypta des untoten Herrschers geweiht hatte - nur mehr ein uraltes, vergangenes namenloses Übel. Man sprach flüsternd davon, daß unter seiner grausigen Herrschaft die Toten, denen das Fleisch von den Knochen gefallen war, wandelten und mutierte Früchte an den Eichen reiften und verfaulten. Sein Name - Pallidus - war längst vergessen, und das bewaldete Hügelland oberhalb des Kaps wurde in abergläubischer Furcht vor Dämonen und Geistern von allen gemieden.

Die sogenannte "Leiche" - also der untote Herrscher Pallidus - wurde von dem halbwüchsigen Jugendlichen Helmut Kerzer, dem schwächlichen Sohn eines Fischers erweckt, der mit Nekromantie und Verwesung experimentierte und so einen Vergeltungsangriff von Ulric verehrenden Norsepiraten provozierte. Während diese alle Bewohner seines Dorfes außer ihm selbst massakrierten, verbarg er sich in der Krypta des Todesfürsten, deren Zugang unter dem Altar des kleinen Schreins auf dem Friedhof er bereits als 12jähriger entdeckt hatte. Er trat - von dessen Magie beeinflußt und möglicherweise vom Geist dieses Geschöpfs besessen - bereitwillig dessen Erbe an. Als er die Gruft wieder verließ, konnte er sich der alten Macht bedienen, deren Wissen er durch den magischen Einfluss der "Leiche" in einer einzigen Nacht erlernt hatte, und seine getöteten Eltern und Nachbarn als Zombies auf die Angreifer hetzen, die bei ihren Langbooten am Strand lagerten. Das mit Goldschmuck und Juwelen behangene Skelett des Pallidus zerfiel - nach dem es in dem jugendlichen Helmut endlich seinen Erben gefunden hatte - auf seinem Thron, und sein uralter, müder Geist entschwand.

Anmerkung:

1Die "Leiche" ist möglicherweise eine Fehlübersetzung von Liche - englisch für Todesfürst.
Der Name Pallidus wird in der Kurzgeschichte "Die Räuber und die Toten" nie erwähnt, sondern es ist nur von einem "Namenlosen" bzw. der "Leiche" die Rede, was aber wohl die unvollständige und fehlerhafte Überlieferung der einfachen Menschen widerspiegelt.

Quellen