Zwergenklan

Aus Warhammer - Age of Sigmar - Lexicanum
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Ein zwergischer Klan ist ein Familienverband, in dem mehrere Familien mit der gleichen Abstammung zusammenleben. In einer Wehrstadt leben mehrere Klans nebeneinander. Kleinere Siedlungen können unter Umständen nur einem einzelnen Klan gehören. Alle Zwergenklans der selben Ausrichtung innerhalb einer Festung sind in einer Zwergengilde vereint, so etwa alle Zwergenklans die Berkwerker sind, oder alle Runenschmiede. Eine Ausnahme bilden auch hier wieder die Adelsklans, deren Mitglieder sich frei einzelnen Gilden anschließen können.

Alle Klans haben ihren Ursprung in einer der Siedlungen des Weltrandgebirges, dem ersten Siedlungsgebiet der Zwerge. Ein Klan besteht oft aus vielen Familien, die häufig, aber nicht nur miteinander verwandt sind. Auch wenn viele Klans nicht mehr in der Alten Heimat leben, so ist doch das Ziel jedes Klans, die Ursprünglichen Gebiete zurückzuerobern, wenn die Zeit dafür reif ist und ihr selbstgewähltes temporäres Exil beendet werden soll. Jeder Zwerg kann seine Vorfahren und deren Geschichte über Jahrtausende zurück aufsagen, und übertrifft dabei sogar noch die dafür bekannten Halblinge. Von Außenstehenden werden diese Geschichten und Sagen als überaus wohlwollend den Ahnen gegenüber bezeichnet, was zur Entrüstung der Klanmitglieder führen kann. Selbst wenn einige der Zwerge der gleichen Meinung sind, ein Urteil darüber sollten sich Klanfremde nicht erlauben, denn die Taten der Vorfahren waren groß.

Zwerge behandeln jedes Unrecht, das einem einzelnen von ihnen angetan wurde, als Verbrechen gegen die ganze Familie oder gar den ganzen Klan, und kränkt auch alle bereits verstorbenen und noch geborenen Mitglieder. Daher gelten sie als zurecht als besitzergreifend und nachtragend. Alle Gebiete der Zwerge sind in Klanterritorien, und alle Klans können sich auf einen Urahn zurückverfolgen lassen, der entweder eine große Heldentat, Konstruktion oder Neubesiedelung durchgeführt hatte. Auch wenn viele Klans aus einem Gebiet stammen, so können sie doch nach unzähligen Vertreibungen und Kriegen in der ganzen Welt verteilt sein. Dies ändert nichts an der Tatsache das sie alle davon träumen ihre Ursprungsgebiete wieder zurückzuerobern. Jeder Klan hat auch die Pflicht das Gedenken an seine Vorfahren zu ehren, was Pflege und Neuerrichtung von Grabstätten, aber auch das singen der unendlich langen Gedenklieder mit sich bringt. Teilweise ist es ein einzelner Klan, der eine komplette Gilde darstellt, auch wenn dies ungewöhnlich ist. Junge Zwerge erben die Stellung und Fähigkeiten des Vaters.1

Die engmaschigen und verwickelten Beistandsabkommen und Eidverträge zwischen den Klans und Gilden bringen nicht nur Zwerge aller Klans in jeden Winkel der Zwergenreiche, sondern lassen bis heute selbst eigentlich vollkommen verwüstete und zerstörte Königreiche nach wie vor bestehen, wenn auch nur im Geiste. Das Ziel, sie irgendwann wieder zu errichten, wird somit nicht nur von einem Klan, sondern auch allen befreundeten Klans und Gilden und deren Freunden hochgehalten.1

Zweifelhafte Klanpolitik

So stolz Zwerge auf ihre Klans und ihre Aufnahme in die Klans sind, so undurchsichtig sind die Klans in Wahrheit. Ein Zwerg der nicht den Beruf seines Vaters und seines Klans ausübt, wechselt nicht nur die Gilde, sondern fast immer auch den Klan. Gleichzeitig werden Drengi aus den Klans ausgestoßen oder verlassen die Klans von sich aus. Frurndar und Dawi'zharr werden aus der Klangeschichte sogar gänzlich rausgeschrieben, von der Geburt bis zu ehemaligen Siedlungsgebieten und so weiter.

Führung eines Klans

Ein Klan wird entweder von einem Klanführer angeführt, der von den Throngrink unterstützt wird. Dies ist meist bei den Kriegerklans so, während die Klanältesten in anderen Klans auch die gesamte Führung des Klans übernehmen.

Bekannte Zwergenklans:


Zwergenfamilien

Aufgrund der geringen Menge der Zwergenfrauen in der Gesellschaft und der andauernden Belagerung der Zwerge sehen Zwergenfamilien üblicherweise wie folgt aus.

Eine Familie besitzt üblicherweise zwischen keinem und zwei Kindern, darunter extrem selten Zwillingsgeburten, die quasi ausschließlich gleichgeschlechtlich sind. Im alter von etwa sechzig Jahren hat fast jedes Kind mindestens eins seiner Elternteile verloren, üblicherweise durch Kämpfe. Normalerweise ist ein Zwergenvater zwischen sechzig und achtzig Jahre älter als seine Kinder, die Mutter etwa dreißig bis fünfzig. Zwergenmänner sind üblicherweise nicht vor dem Alter von 60 Jahren verheiratet, die meisten erst im Alter von etwa 130 bis 140 Jahren, und selbst in diesem Alter sind es nur gut die hälfte der dann noch lebenden Männer. Nur maximal jede dritte Ehe hat überhaupt Kinder.

Quellen