Rhinox

Aus Warhammer - Age of Sigmar - Lexicanum
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ein Ogerrhinox ohne Reiter

Ein Rhinox ist eine riesige, bepelzte Höhlenbestie, die in den Trauerbergen lebt. Dieses Untier hat Hörner, groß genug, um sechs Menschen gleichzeitig aufzugabeln. Dazu hat es ein Temperament, wie ein an die Wand gedrängter Blutdämon und einen Geduldsfaden, der noch dünner ist als die Haare eines frisch geborenen Menschenkinds.

Von den Ogerstämmen und Gnoblars der Ogerkönigreiche wird das Rhinox bevorzugt als Lastenträger und Zugtier der klapprigen Schrottschleudern aber auch als Reittier der Rhinoxkavallerie benutzt - oder einfach um die Speisekarte der Oger zu füllen. Neben Mammuts und Riesenhirschen zählen auch Rhinoxe regelmäßig zur Beute der Jäger der Oger.

Während sich die Gnoblars mit Jungtieren behelfen - was selbst für sie oft genug fatal ausgeht - können Oger tatsächlich ein erwachsenes Rhinox mit ihrer Keule besinnungslos prügeln, und das Tier dann brechen, damit es ihrem Willen gehorcht. Bevorzugt wird das von den Ogern - die jeden sich bietenden Vorteil nutzen - dann praktiziert, wenn die gerade ausgewachsenen Rhinoxe mit Kopfstoßwettbewerben ihre Rangordnung auskämpfen und dadurch angeschlagen und leicht geschwächt sind. Ist das eingefangene Rhinox erst einmal gebrochen, ist es seinem Oger-Herren ebenso treu, wie ein edles Ross einem Ritter der Bretonen.

Bei den Gnoblar-Schrottern ist es dagegen Brauch, daß sich ein Gnoblar, der in der Schrotterkarawane Ansehen gewinnen will, sich unter ein stehendes Rhinox schleicht, und mit einem Messer ein Stückchen Fell abschneidet. Oft erwischen die kleinen, tückischen Grünhäute dabei etwas mehr, als nur Fell - was durchaus der Grund der späteren Folgsamkeit des Zugtieres sein kann.

Neben den lebenden Rhinoxen gibt es auch ein mechanisches Exemplar, das die Chaoszwerge für den Tyrannen des Eisenhautstamms als Reittier konstruiert haben, und das durch eine Kombination aus Dampfkraft und einem in der infernalischen Maschine gebundenen Dämon angetrieben wird.

Außerdem wird erzählt, daß einige Ogerstämme die Tradition des Rhinox-Stemmens praktizieren. Dabei erhält ein Jungoger - in der Regel der Sohn eines Tyrannen - ein Rhinoxkalb als Geschenk, das er täglich über seinen Kopf stemmen muß. Anfangs, wenn das Rhinox noch klein ist, ist das nicht so furchtbar schwer, aber das bleibt nicht so: Ebenso wie der Ogerwelpe nimmt auch das Kalb, das mit ihm zusammen aufwächst, an Gewicht zu, wodurch die Kraft des Jungogers trainiert wird. Wenn schließlich der Oger und der Rhinox ausgewachsen sind, ist der junge Oger durch das Training zu einem kraftstrotzenden Ogerbullen geworden - und das Rhinox gibt zu seiner Mannbarkeitsfeier einen Festschmaus für den Stamm ab!

Gallerie

Games Workshop brachte zusammen mit der Schrottschleuder eine Miniatur des jungen Rhinox aus Metall heraus, die für zahlreiche Umbauten - u. a. von Rhinoxkavallerie - Verwendung fand. Von Forge World erschienen außerdem Miniaturen für die Rhinoxkavallerie der Oger aus Resin. Diese wurden von Daniel Cockersell designt.

von einem Rhinox gezogene Gnoblar-Schrottschleuder
Oger Rhinoxreiter, Umbau von "Scibor"

Weiterführende Informationen

Das Rhinox ist ganz offensichtlich vom eiszeitlichen Wollnashorn inspiriert.

Quellen