Luthor Huss

Aus Warhammer - Age of Sigmar - Lexicanum
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Luthor Huss

Luthor Huss ist der vielleicht berühmteste (oder besser gesagt: berüchtigtste) Sigmarspriester des Imperiums und als Prophet des Sigmar bekannt.

Geschichte

Jugend

Als Junge suchte und fand Luthor Huss in einem Sigmaritenkloster nahe Whisenburgs Aufnahme, fest entschlossen, sich zum Kriegspriester und Kampfmöch ausbilden zu lassen. Dies geschah wenige Monate nach der Krönung von Karl Franz und da Luthor Huss zu diesem Zeitpunkt zwölf Jahre alt war ist er wohl um 2490 IC geboren.1 Je nach Quelle stellte er sich damals selbst als Luthor Huss vor oder bekam den Namen vom Leiter des Klosters verliehen. Schon früh zeigten sich sein religiöser Eifer, seine Kampffertigkeiten und sein Talent für theologische Wortgefechte und Dispute. Während seiner folgenden Wanderjahre errang er in der kleinen Ansiedlung Weismund im Drakenwald mit seinem gesegneten Kriegshammer einen nahezu unmöglich erscheinenden Sieg gegen eine übermächtige Kriegsherde der Tiermenschen, gegen die die lokale Miliz keine Chance gehabt hätte. Die Magie des Schamanen vermochte Luthor nicht zu töten, und er erschlug einen Minotauren während der zwei Tage ununterbrochener Kämpfe, ehe die imperialen Entsatztruppen aus Helmgard eintrafen, wo die nächsten Staatstruppen postiert waren. Als die Soldaten die Verfolgung der fliehenden Bestien des Chaos am Waldrand aufgaben, folgte Luthor Huss den Tiermenschen weiter, und kehrte mit dem abgetrennten Kopf des Tiermenschenschamanen von diesem selbstmörderisch scheinenden Unternehmen zurück. Anschließend ging er wieder ins Kloster, wo er die Weihe zum vollwertigen Sigmarpriester erhielt.

Luthor Huss aus dem Imperium

Der Fanatiker

Von fanatischem Glaubenseifer erfüllt, bekämpfte er das Chaos und alle Formen der Verderbnis und Korruption, wo immer er sie fand. Trotz seiner Jugend wurde er zum Sigmaritenkonzil des Kultes nach Altdorf geschickt, wo ein neuer Erzlektor gefunden werden sollte, da Manfred von Nuln während des gescheiterten Feldzuges gegen Archaon verschollen war. Der tief gläubige und gradlinige Luthor war über die Verhältnisse in den hohen Rängen der Kirche empört. Da er sich auch offen gegen seine bequem und faul gewordene Priesterkollegen wandte, die ihr Amt vorallem als Pfründe (d. h. Einnahmequelle) betrachteten, war er dem weniger religiösen als politischen Johann Esmer sehr bald ein Dorn im Auge. Als er den Großtheogonist öffentlich angriff und in seinen Predigten anprangerte, enthob der ihn prompt seines Amtes. Obwohl nun nominell kein Sigmarpriester mehr und ohne offiziellen Auftrag, zog er weiterhin kämpfend und predigend durchs Imperium, wobei er unter den tief gläubigen Laien und insbesondere auch in den wahnsinnigen Flagellanten zahlreiche Anhänger fand.

Luthor Huss & Valten

Luthor Huss «entdeckte» schließlich den jungen Valten, und erkannte in ihm als Erster den widergeborenen Sigmar. Als er mit ihm und seiner Armee unorganisierter und fanatischer Gläubiger vor der Versammlung der Kurfürsten erschien, der sich angesichts des heraufziehenden Sturm des Chaos versammelt hatte, konnte der Imperator Karl Franz einen verhängnisvollen Bürgerkrieg nur abwenden, in dem er einen Kompromiss einging: Statt zugunsten Valtens zurückzutreten, schwor er diesem die Treue (als wiedergeborenem Sigmar) und überreichte ihm den Hammer Ghal Maraz.

Im Sturm des Chaos

In den folgenden Kämpfen des Sturms des Chaos kam es schließlich, nach der Flucht der Chaosarmee vor Middenheim, zum Duell zwischen Valten und Archaon, bei dem keiner von beiden einen eindeutigen Sieg errang, aber beide schwerst verletzt wurden. Luthor brachte Valten nach Middenheim zurück, wo er schließlich miterleben mußte, wie sein «widergeborener Gott» ermordet wurde (vermutlich von einem Assassinen der Skaven...) Obwohl sich Huss, der Imperator und Volkmar (durch Manipulation des Dämonenprinzen Be'Lakor wieder auferstanden) auf die theologische Formel einigten:

Luthor Huss

Sigmar wurde widergeboren, um den Menschen des Imperiums in ihrer schwersten Stunde beizustehen. Er ist danach wieder von ihnen gegangen, und wird eines Tages auch erneut wiederkehren...

ist die Gefahr einer Spaltung der Kirche des Sigmar, Schisma und Bürgerkrieg nach dem Ende des Sturms des Chaos wieder präsent und drohend... Auch die Beziehung zwischen Sigmars- und Ulrics-Kult wird durch den Fanatismus Huss' und seiner Gefolgschaft auf eine harte Probe gestellt!

Herkunft des Namens

Der Name des religiösen Eiferers, der die Sigmarskirche reformieren will, leitet sich aus einer Kombination des Reformators Luther und Johann Huss aus Böhmen ab. Dieser Vorläufer der Reformation starb auf dem Konzil von Konstanz auf dem Scheiterhaufen, was seine fanatischen Anhänger, die Hussitten, dazu trieb, einen Bürgerkrieg gegen die Obrigkeit im damaligen Europa zu führen.

Anmerkung:

Dieses Modell war ein Besonderes Charaktermodell im Spiel Warhammer.

Imperium
Kommandanten General des Imperiums · Meisterzauberer · Erzlektor · Großmeister
Helden Hauptmann · Magier · Sigmarpriester · Technikus · Hexenjäger
Kerneinheiten Hellebardenträger · Speerträger · Schwertkämpfer · Armbrustschützen · Musketenschützen · Bogenschützen · Miliz · Ordensritter
Eliteeinheiten Bihandkämpfer · Demigreifen-Ritter · Reichsgarde · Jäger · Pistoliere · Schützenreiter · Imperiale Großkanone · Mörser · Flagellanten
Seltene Einheiten Höllenfeuer Salvenkanone · Höllensturm Raketen Lafette · Dampfpanzer · Celestrisches Orkanium · Luminarium des Hysh
Besondere Charaktermodelle Imperator Karl Franz · Kurt Helborg · Balthasar Gelt · Großtheogonist Volkmar · Marius Leitdorf · Ludwig Schwartzhelm · Luthor Huss · Markus Wulfhart

Quellen