Bovi-Gor

Aus Warhammer - Age of Sigmar - Lexicanum
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Minotauren - Standartenträger, Blutbulle und Musiker (7. Edition, Kunststoff)

Bovi-Gor1 oder Minotauren sind eine eigene Rasse, wobei manche eher von einer besondere Unterart innerhalb der Tiermenschen sprechen würden. Sie sind gewaltige, aufrechtgehende Wesen mit gespaltenen Hufen und grob humanoidem Körper, der in seinen Ausmaßen einem Oger gleichkommt oder ihn sogar noch an Größe und Massigkeit übertrifft. Üblicherweise sind sie doppelt so groß wie ein Mensch.

Die Guardians of the Chaos Heart wie sie auch genannt werden, bewachen die Heiligtümer und Schreine des Chaos, die so geheim und heilig sind, das selbst die eigentlich allmächtigen Schamanen sie nur selten besuchen. Fast alle dieser Schreine sind auf großen Warpsteinmengen tief in der Erde erbaut, und nicht wenige Minotauren werden als Champion des Chaos erwählt um diesen einen Stein zu beschützen. Sie können Dunkelzunge sprechen, doch sehr langsam und tief.1

Gekrönt wird der massive Rumpf, der über muskelbepackte Arme und Beine verfügt, von einem gewaltigen Stierkopf. Minotauren haben - wie Gors, Ungors, Bestigors und Centigors - Hände mit denen sie Waffen - in der Regel Keulen oder Äxte - schwingen, und häufig tragen sie große Zweihandwaffen. Sie sind offenkundig die größten und brutalsten unter den Kindern des Chaos und fungieren häufig als Wächter der Herdensteine in den Tiefen der Wälder oder anderer "Heiligtümer" des Chaos. Ebenso wie Oger begeistern sich auch Minotauren für lautes Gebrüll und Gewalttätigkeit und wie die Oger sind auch sie omnivor, und fressen ihre Opfer gerne roh - und so lange diese noch gar nicht richtig tot sind. Die Leibspeise von Minotauren, so heißt es, seien Menschen, doch auch ihre eigenen Artgenossen würden Sie essen, wenn es keine anderen Opfer gebe.

Sie leben in den tiefsten Wäldern der Alten Welt, in Gebieten, in die selbst die Tiermenschen und Riesenspinnen nicht hintrauen. Sie sprechen nur selten, auch wenn sie der Gabe der Sprache mächtig sind. Blut berauscht die Minotauren und verwandelt Sie in wilde Tiere. Ihre Augen sind meist rot, ihr Fell meist dunkel. Obwohl sie eher in den Wäldern heimisch sind, traf man Sie auch in den Banden der Tiermenschen in den Ruinen von Mortheim. Sie gelten als weniger intelligent als die Tiermenschen, hüten jedoch in den selbst von Tiermenschen nie betretenen Gebieten der finstersten Wälder die Steintempel der Minotauren.

Die Anführer von Minotaurentrupps oder -rotten innerhalb der Kriegsherden der Tiermenschen werden Blutbullen genannt, und üblicher Weise von einem Bannerträger und einem Musiker flankiert.

Die Mächtigsten unter den Minotauren sind die Minotaurenlords, die ganze Kriegsherden der Tiermenschen in den Kampf führen und oftmals von den Chaosgöttern gesegnet werden. Minotauren, die Tzeentch dienen, verfügen sogar über eine Begabung für Magie - auch wenn sie nicht die Meisterschaft der Tiermenschenschamanen erreichen.

Die größte Ansammlung von Minotauren findet man im Schattenwald, wo es auch die meisten Minotaurenstämme gibt. Diese enthalten meistens kaum Bestigors, da diese keine Chance erkennen, einen Minotauren von seiner Position an der Spitze einer Herde zu verdrängen. Die feigen und hinterlistigen Ungors sammeln sich hingegen in großen Mengen hinter den großen Todesbullen und Sturmbullen, die diese Stämme anführen. Sollten die Stämme in den Krieg ziehen, so ist der Instinkt vieler Bestien, darunter Harpien, Ghorgors und Gnargors, der sie zur Herde stößen lässt.1

Bloodbowl

Bloodbowl Logo.JPG
Das Blood Bowl-Universum ist dem Warhammer-Universum sehr ähnlich, doch gibt es gewaltige Unterschiede:
Per Definition handelt es sich um zwei parallele aber getrennte Welten, in denen jeweils die selben Rassen, Völker, Nationen, Städte usw. existieren. Daher treffen die Informationen in diesem Bereich sicher zu 100% auf das Universum von Blood Bowl zu, müssen aber in dem Universum der Warhammerwelt wenig oder gar nicht zutreffen.


Gnashrak Schwarzhuf - Minotaur & Blood Bowl Starspieler
Auf den Blood Bowl Feldern der Alten Welt schließlich spielen Minotauren in Chaos-Teams und Chaoszwergen-Teams, wo sie z. B. Goblins samt Ball in die Nähe der gegnerischen Endzone werfen können oder schlicht und einfach die gegnerischen Spieler in den Boden trampeln oder auf ihre Hörner spießen. Einige - wie Schliz "Malty" Likker von den Chaos Allstars - werden sogar zum Teamcaptain oder wie Gnashrak Schwarzhuf zu Starspielern.

Mythologischer Hintergrund

Der Minotaurus entstammt dem Kosmos der Griechischen Götter und Heldensagen. Er war das Ergebnis einer widernatürlichen Paarung zwischen der Frau des kretischen Königs und einem Stier, und wurde der Legende nach auf Kreta in einem Labyrint eingeschlossen, und später von dem Helden Theseus getötet. Heute gehört er fast schon zum Stammpersonal diverser Fantasywelten und -universen moderner Roman- und Spieleautoren. Näheres zum Minotaurus unter Wikipedia: Minotaurus.

Miniaturen

Games Workshop und Citadel Miniatures brachten über die Jahre eine Vielzahl verschiedener Minotaurenminiaturen heraus. Während die meisten der Modelle aus Metall bestehen, enthielten Brettspiele wie Advanced Heroquest, Talisman und Warhammer Quest Kunststoffminiaturen. Dabei hat sich die Größe der Minotauren im Laufe der Zeit stetig gesteigert, und aktuelle Metallmodelle der 5. und 6. Edition sind beinahe 1,5 mal so groß wie die meisten alten Miniaturen. Außerdem brachte Games Workshop zwei Minotauren für das Fantasy Football Spiel Blood Bowl und einen für Mortheim heraus.

Hier ein paar Minotauren aus dem Miniaturen-Sortiment:

Minotauren: Standarte, Zweihandwaffe, Minotaurenlord (6. Edition)
Minotauren mit Handwaffen (5./6. Edition)
Mortheim- und Blood Bowl-Minotauren

Quellen