Be'Lakor

Aus Warhammer - Age of Sigmar - Lexicanum
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Be´lakor als Schattenfürst in Mortheim


Als das nördliche Tor zusammenbrach und die Energien des Chaos in die Warhammerwelt strömten brachen tausende von Dämonen aus dem Riss hervor. Einer von ihnen war Be´lakor.

Mit seinen dämonischen Heerscharen fiel er in viele Länder ein und in jedem war er unter einem anderen Namen gefürchtet. Er war der erste Dämonenprinz des Chaos und er lies sich von Menschen und niederen Dämonen huldigen. Tzeentch empfand den Übermut von Be´lakor als Beleidigung und verfluchte ihn. Ohne materielle Form war Be´lakor gezwungen über Jahrtausende zu existieren. Er konnte nur Gestalt annehmen wenn er einen Auserwählten des Chaos krönen mußte. Das war die größte Schmach die Tzeentch ihm angetan hatte. Er war gezwungen die zu krönen die seinen vorbestimmten Platz einnehmen würden.

Der Schattenfürst

Lauscht nun meinem Lied; ah, wie meine Flöte singt! Hört meinen Ruf, Sterbliche, und denkt nicht an das was auf euch in den Schatten lauert, wohin mein Sirenengesang lockt. Kommt Menschen, kommt Ratten, kommt Kreaturen der Dunkelheit. Hört nicht die Schreie derer, die vor euch gingen, seht nicht den Abgrund, an dessen Rand euch eure tanzenden Schritte führen. Tanzt zum Klang meiner Flöte, selbst wenn euch die Füße bluten. Lächelt mit mir, selbst wenn es nur das Lächeln des Totenschädels ist und eure Haut sich abschält. Lacht mit mir, auch wenn eure Kehle vor Galle würgt. Denn ihr seid meine Marionetten, und ich führe euch zum frohen Tanz. Zum frohen Totentanz.

+++Verfasser unbekannt+++1




In den Jahrhunderten seiner Gefangenschaft gelang es Be´lakor zweimal beinahe zu entkommen. Das erste Mal wurde er von der Stadt Mortheim angelockt, nach dem er vom Körper und Geist des Auserwählten Khaardun, den er eigentlich krönen sollte, Besitz ergriffen hatte, um dessen Chaosinkursion selbst gegen die Reiche der Sterblichen zu führen. In Mortheim ließ er sich als Schattenfürst verehren, nach dem er mit dem zweigeschweiften Kometen, der die Hauptstadt der Provinz Ostmark zerstörte, in die materielle Welt gelangt war. Er residierte in der sogenannten Grube, im Zentrum der Ruinenstadt, beschützt von hausgroßen Besessenen, und ließ sich von seinen Gefolgsleuten Warpstein bringen, damit er genügend magische Energien sammeln konnte, um einen dauerhaften Halt in der realen Welt zu finden. Obwohl er sowohl durch das Blutvergießen zwischen den habgierigen Banden, die Mortheim durchstreiften als auch durch den Warpstein gestärkt wurde, konnte er seinen Wahnsinn, der ein Teil von Tzeentchs Fluch war, nicht abstreifen, und die Zerstörung der Stadt machte diesen Plan letzten Endes zunichte.1 Er war in Mortheim auch bekannt als Dunkler Imperator, König der Könige und Meister der Besessenen. In dieser Funktion wurde er das Ziel chaotischer Pilgerer, Mutanten und Magister, die seine Gunst erflehten. Die Ergebnisse dieser Pilgerreise waren stets sehr unterschiedlich und reichten von der überberstenden Mutation einer Chaosbrut über keine Regung hin zu wirklichen Geschenken. Diese waren zum Beispiel eine Chaosrüstung, Mutationen, eine Dämonenwaffe oder tatsächlich die Verwandlung in einen Besessenen.1.

Einst war ich ein Gott, der Herrscher der großen, finsteren Scheibe, welche die niederen Insekten dieser Welt Morrsleib nennen. Ich stand jenseits von Gut und Böse, meine Kräfte waren unermäßlich, da der Kern meiner Welt selbst mir die Macht über Geist und Materie verlieh.

Als die Zeit verstrich, wuchs mein Verlangen nach größerer Macht immer stärker. Ich griff nach den größeren Reichen und spann Intrigen. Es herrschte Krieg in den schwarzen Weiten des Himmels. Der dritte Teil des Chaos erhob sich an meiner Seite und kämpfte gegen die großen Mächte in der ewigen Finsternis, um sie zu vernichten. Der Himmel brannte im Feuer der Schlachten.

Doch das Kriegsglück wandte sich gegen mich, und wie ein brennender Stern fiel ich herab, verbannt aus meinem himmlischen Reich. Nur ein winziger Splitter meiner Welt blieb mir, um mir die Kraft zu geben, über die Länder zu herrschen, die tief unter meinen Füßen lagen. Majestätisch sank ich herab, und meine Ankunft zerschmetterte die läppischen Heime der erbärmlichen Kreaturen, die auf dieser giftigen, lebensfeindlichen Welt hausen.

Als ich herabstieg und sich Chaos und Zerstörung um mich ausbreiteten, wurde der dunkle Splitter, die Essenz meines Lebens, in tausende und abertausende Scherben zerschmettert. Nun liege ich machtlos darnieder, ein kümmerlicher Schatten meiner früheren majestätischen Größe, eine sterbende Hülle, allein auf einer fremden Welt.

Ich habe diese finstere Grube unter der Erde zu meinem Grabesreich gemacht, und meine Gedanken ausgesandt, um die erbärmlichen Insekten an diesem Ort meinem Willen zu unterwerfen. Die wenigen Überlebenden meiner Ankunft lagen vor mir auf Knien und verehrten mich als ihren Gott, verwechselten mich mit einer der Großen Mächte, die mich verbannt hatten. Ich änderte mein Aussehen, auf das es meinen Zielen nützlicher wäre, und sandte die blinden Narren aus, um nach den dunklen Scherben zu suchen, die die Quelle meiner Macht sind.

Nun sind andere aus Ländern jenseits meines Exils gekommen, um zu stehlen, was mir gehört, und erneut herrscht Krieg, auch wenn er nur ein blasses Echo der großen Schlachten ist, die ich einst gefochten habe. Doch ich werde mich aus meinem Grab erheben, und alles Leben wird meine Rache spüren, denn ich bin der Schattenfürst, der König der Könige, und bald wird diese Welt mir gehören...

+++ Be'lakor1 +++



Das zweite Mal, wo er es fast geschafft hätte, war auf der Insel Albion.

Der Dunkle Meister

Unter dem Titel Dunkler Meister versuchte der Dämonenprinz Be'Lakor, sich auf Albion zu materialisieren. Er wollte aus der Magie getränkten Insel die Kraft schöpfen, um den Fluch des Wahnsinns, mit dem Tzeentch ihn belegt hatte, zu brechen, ehe er gezwungen sein würde, den nächsten sterblichen Champion aller vier Götter des Chaos zu krönen. In dem er einen Teil der Bewahrer korrumpierte und zu seinen Dunklen Abgesandten machte, versuchte er das mystische Gleichgewicht auf der Insel zu kippen, damit er in der Bleizitadelle, wo er sich eingenistet hatte, endgültig stoffliche Gestalt gewinnen konnte.

Letztlich scheiterten die Pläne des Dunklen Meisters, als die Hochelfen und Echsenmenschen, an Boden gewannen. Diese arbeiteten mit den Bewahrern zusammen, die noch immer loyal hinter dem Plan der Alten standen, und sie hatten Erfolg. Die finsteren Verbündeten, die sich betrogen und benutzt fühlten, wandten sich vielfach gegen seine Dunklen Abgesandten und Be'Lakor floh am Ende von der Nebelinsel.

Trotzdem war sein Unterfangen nicht komplett fruchtlos gewesen: Er hatte in seiner Inkarnation als Dunkler Meister genug Macht gewonnen, um letztlich nach der Krönung Archaons im Jahre 2519 IC2, der der große Einiger der Truppen sämtlicher Chaosmächte, Herr der Letzten Tage und Dunkler Erlöser der Welt sein sollte, frei zu kommen.

Be'lakors dämonische Armeestandarte

Be'lakor

In der Folge führte Be'Lakor alias der Dunkle Meister seine eigene riesige Dämonenarmee in den Sturm des Chaos, um zu beweisen, daß er dem auserwählten Champion aller vier Chaosgötter überlegen war. Er erweckte den geschundenen Leichnam des von Archaon erschlagenen Großtheogonisten Volkmar des Grimmigen zu neuem Leben, und kettete ihn an seine Armeestandarte, wo er die Gräueltaten der Dämonen mit ansehen musste. Nach dem Louen Leoncoeurs bretonischer Kreuzzug Volkmar befreit hatte, nahm Belakor an der Belagerung Middenheims teil, womit er jedoch am Ende ebenso scheiterte, wie Archaons sterbliche Chaoshorde. Während der finalen Entscheidungsschlacht nahe des Dorfes Sokh ließ er mit verheerendem Effekt Warpfeuer auf die Flagellanten-Streitmacht Valtens hernieder regnen, ehe er zusammen mit seiner Dämonenarmee von dem Magier Teclis zurück ins Reich des Chaos verbannt wurde.

Anmerkung

Als besonderes Charaktermodell im Sturm des Chaos-Kampagnenbuch der 6. Edition enthalten.

Belakor

Quellen