Krieg der Vergeltung

Aus Warhammer - Age of Sigmar - Lexicanum
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Vermutliches Gebiet der Zwergenreiche vor dem Bartkrieg in der Alten Welt
Vermutliche Verbreitung der Elfenkolonien vor dem Bartkrieg in der Alten Welt

Der Krieg der Vergeltung, auch Bartkrieg, Krieg des Bartes oder schlicht Krieg gegen die Elfen, brachte nach einer langjährigen Freundschaft zwei Weltreiche nahezu an den Rand des Untergangs. Er dauerte so lange, das er bei den Zwergen als eigenes Zeitalter im Age of Wars gilt.

Der Groll war so groß auf die Elfen, das ihn, ungewöhnlich für Grolle allgemein, der Hochkönig Gotrek Sternenbrecher den Groll selbst in das Große Buch des Grolls niederschrieb. Geformt in ein Schreiben an alle Könige der Zwerge seinerzeit in seinem eigenen Blut, und alle Zwergenkönige taten es ihm gleich. Es war ein langer Brief, mit sämtlichen gesammelten Untaten der Elfen, die in großem Maße von Karak Achtgipfel ausgingen. Insgesamt wurden 1335 Grolle über Elfen zusammengetragen. Einige hiervon befinden sich in Gotrek Sternenbrechers Eintrag im großen Buch des Grolls.1

Die Vorgeschichte, auch bekannt als der Große Verrat

Vorher bestand zwischen den Elfen und den Zwergen ein Band tiefer Freundschaft, in der die Zwerge Waffen für die Elfen herstellten, die Elfen den Zwergen die Kunst der Literatur und Poesie und der Magie beibrachten. Malekiths Anhänger opponierten gegen Caledor I.


Ab etwa -2.005 IC begann eine Serie von Überfällen auf Zwergenhändler. Zwergensiedlungen wurden geplündert, und Handwerker der Dawi ihres Goldes beraubt. Zu den ersten Opfern gehörten Gorri Staubbrau und die Bewohner der niedergebrannten Zwergensiedlung Mingol Norn und Dweraki Grugni-Naggrun, wie man noch heute im Buch des Grolls von Klan Kamaraz nachlesen kann. Die Zwerge beschuldigten die Hochelfen, und übten trotz aller Unschuldsbeteuerungen tödliche Vergeltung. Tatsächlich waren es aber die Dunkelelfen, die auf Befehl Malekiths die Überfälle verübten, um Zwietracht zwischen beiden Völkern zu sähen. Sie lenkten absichtlich den Verdacht auf die Elfen Ulthuans, und hatten mit ihrer Taktik Erfolg. Die Zwerge bezeichnen diese Ereignisse heute noch als den Großen Verrat. In der Folge wurden viele Elfen von reisenden Zwergen getötet. Gotrek Sternenbrechers Zwerge konnten den Unterschied zwischen den Elfenvölkern nicht erkennen und sandte einen Boten an den damals herrschenden Phönixkönig Caledor II. Dieser Bote wurde jedoch zurückgesandt, mit dem Hinweis, das er nicht mit Bauern rede. Er und Gotrek Sternenbrecher herrschten über die wohl größten Reiche ihres Volkes seit Beginn aller Zeitrechnungen. Im Verlauf der als der Groll des Drong bekannt gewordenen Ereignisse verschärften sich (-2.000 IC) die Spannungen noch weiter, als die Elfen in der Nähe der Zwergenfestung Krag Bryn ihre Festungsstadt Tol Eldroth errichteten. Die Hochelfen mischten sich in eine Fehde zwischen den Zwergenklans der Thrundlinge und Bronnlinge, in deren Verlauf sie für die Königin Helgar Thrundsdottir Partei ergriffen, und König Drong den Harten von Kazad Thrund töteten.

Drei Jahre später, -1997 IC, waren die Feindseeligkeiten weiter eskaliert, und Hochkönig Gotrek Sternenbrecher verbot seinen Zwergenkriegern alle weiteren Kampfhandlungen. Um den Frieden noch einmal zu sichern, schickte er Botschafter an den Hof des Phönixkönigs nach Ulthuan. Was dort geschah, ist nicht sicher überliefert: Die Zwerge behaupten, das man dort den berechtigten Forderungen der Dawi nach angemessener Entschädigung mit blasierter Arroganz begegnete, und die Gesandten des Hochkönigs gar nicht am Hof von Ulthuan vorgelassen habe. Vielmehr beleidigte der hochelfische Adel sie unerträglich und schickte sie schließlich mit geschorenen Bärten durch die fremden Länder in ihre Heimat zurück. Die Elfen ihrerseits behaupten, es wäre nur ein Abgesandter gewesen, der ausgesprochen gestunken hätte und verdreckt war, und bei seinem Bart schwor, nicht zu gehen, bevor die Forderungen erfüllt wurden. Es heißt auch, dass er gegenüber dem Phönixkönig seine Axt gezogen habe. Wieder andere Quellen sprechen davon, das der König enttäuscht war, das der König der Zwerge nicht selbst vor den Dragon Throne kam. Wie dem auch immer sei, der oder die Abgesandte(n), landeten schneller in ihren Schiffen als sie es dachten, und wurde(n) von Ulthuan verjagt. Die einzige Möglichkeit zur Begleichung dieses Grolls war ein Krieg, der von den Elfen wegen des aus ihrer Sicht geringfügigen Anlasses Krieg des Bartes genannt wurde. - Die Dawi dagegen, die Krieg niemals auf die leichte Schulter nahmen, sprachen statt dessen vom Krieg der Vergeltung oder schlicht vom Krieg gegen die Elfen.

Kriegsvorbereitungen

Während die Armee aus Karak Achtgipfel ihre Kriegsvorbereitungen durchführte, wurde ein Groll gegen Gadri Borrisson geschrieben, welcher nicht ausreichend eingelegte Eier für die Armee beschafft hatte. Der Groll konnte nur getilgt werden indem er die fehlenden Eier der Armee nachlieferte und die Kosten für die Reise selbst trug. Ein elfischer Spion beobachtete die Kriegsvorbereitungen und wurde von den Zwergen erschlagen. Das seltene Metall seiner Waffen und Rüstung wurden wie bei den Zwergen üblich geschmolzen. Es entstanden zwergische Gürtelschnallen daraus.

Orks der zerbrochenen Hauer attackierten nahe Barak Varr die Silbermine Ghazak-kan während der Kriegsvorbereitung. Es ärgerte den König, sich nicht sofort um die Orks kümmern zu können, doch wäre er sonst nicht, wie versprochen mit den anderen Armeen gleichzeitig vor Tor Alessi eingetroffen. Thain Hangist Grobkul aus Barak Varr ließ das Metallschild des Königs bei einer Begutachtung in eine Feuerschale fallen und holte sie dann mit bloßen Händen wieder raus. Ein Groll wurde dennoch geschrieben, und er mußte für die Reperatur zahlen.

Bei der Überquerung des Blood River verlor einer der Grudgemaster einer Armee ein Buch des Grolls, konnte es aber aus dem Wasser wieder retten. Sein Name war Goldbrow, wie der von ihm gegen sich selbst geschriebene Groll zeigt. Er folgte fortan den Maulesel-Transporten, um von ihnen zu lernen Sachen zu tragen ohne sie fallen zu lassen. Als die gesammelten Armeen die Himmelspfeiler überquerten kamen sie in einen Sturm. Dammin Cloudy-eye verlor dabei vier Wagen, die er nicht ausreichend sicherte. Ein Groll wurde geschrieben. Kurz drauf wurde die Nachhut der Armee von etwa fünfzig Elfen attackiert. Achtzehn Zwerge verloren ihr Leben, die Kundschafter der Zwerge begaben sich danach auf die Jagd. Kurz darauf attackierten Baummenschen und andere Waldgeister die Holzfäller der Armee. Durch Feuer und Flamme wurden sie zurückgetrieben, auch da Thain Ungrim Shaftcleaver mit einer großen Feuersäule einige der Baummenschen verbrannte. Trotz des Erfolgs drängte ein König, der die Armee begleitete, darauf die Wälder zu meiden und die Armee zog schnell weiter. Kurz darauf trafen drei Boten der Zwerge ein, die vom Hochkönig gesandt wurden. Ihre Namen waren Kargun Stormfist, Brin Frongaltromm und Zaki Rockbearer, und sie drängten zur Eile.1

Der Krieg

In der ersten Schlacht, so behaupten die Elfen zumindest, verteidigten sich die Elfen nur, und suchten keinen Zwerg zu töten, der ihnen nicht nach dem Leben trachtete, und die Zwergenarmee nur auszuschalten. Bei der Verteidigung wurden dennoch einige Zwerge ausgeschaltet, darunter durch die Hand von Caledor II der junge Zwergenprinz Snorri Halbhand. Laut Grudgelore starb Snorri im Nahkampf mit ihm in Angaz Baragdum, was das Gebiet oder der Name von Tor Alessi in Khazalid sein könnte. Es wurde Snorri hierbei auch der Arm abgetrennt.1 Nachdem der Phönixkönig diesen jedoch tötete, zogen, so behaupten die Elfen zumindest, sich sämtliche Truppen der Asur zurück. Morgrim der Vetter von Snorri, suchte fortan Rache, der die Elfen noch zwei Tage auswichen und sich danach dem Krieg stellten. Eine Vielzahl von Schlachten folgten, und die Aufmarsch und Sammelzonen der Armeen waren über Jahrhunderte und Generationen Karaz-A-Karak und Karak Kadrin sowie Tor Alessi. Binnen dreiundzwanzig Jahren gab es erst mal mehrere kleine Kämpfe, zwei weitere Belagerungen von Tor Alessi und einen massiven Angriff der Elfen auf Karak Azul. Während dieser Kämpfe verlor allein Karak Achtgipfel über achtzehntausend Zwergenkrieger. Diesen dreiundzwanzig Jahren folgte ein neues Edikt des Hochkönigs. Über hundertfünfzig Jahre lang attackierten die Zwerge nun die Orte der Elfen, welche jedoch immer wieder an die alten Orte zurückkehrten. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurden von beiden Seiten keine Gefangenen mehr gemacht. Diesem folgten sechs weitere Jahre massiver Angriffe durch die Elfen, bei denen sogar Karaz-A-Karak zweimal belagert wurde, bei denen viele tausend Zwerge ihr Leben ließen. 1 In einem dieser Kämpfe wurde der Edle Imladrik, der die Armee rückwärts führte, von Morgrim getötet. Dies geschah auf den Hügeln, die die Zwerge Oeragor nennen, und westlich von Karak Izril liegen. Morgrim Elgidum, Cousin des Hochkönigs, führte eine riesige Armee der Zwerge gegen eine Streitmacht aus Saphery und Yvresse. Fünftausend Elfen starben in diesem Kampf. Obgleich Imladrik und sein Greif so stark kämpften, das selbst die Zwerge beeindruckt waren, hatten sie keine Chance. Der Greif wurde von Morgrims Axt geköpft, der Greifenkopf und der Schild des Elfen wurden an den Hochkönig gesandt. Im Kampf zwischen den Adligen konnte das Schwert des Elfen die Runenrüstung aus Ranuld Silverthumps Hand nicht durchdringen. Nach dessen Tod nahm der Zwerg nur dessen Nase als Andenken, und richtete ihn nicht so zu, wie die Elfen es mit Snorri taten. Die Überreste des Elfen kamen so, weitgehend komplett, zu den Elfen zurück.1 Erneut zogen sich die Elfen zurück. Fortan belagerten und attackierten die Zwerge die Elfen von Stadt zu Stadt. Zwanzig Jahre lang gab es kleinere Gefechte, bis die Zwerge letztlich eine unglaublich große Streitmacht aus den Armeen von Karaz-A-Karak, Karak Achtgipfel, Karak Azul, Karak Varn und Karak Kadrin vor Athel Maraya zusammenzogen. Unmengen zwergischer Kriegsmaschinen waren versammelt und belagerten die Stadt, die die Elfen erst vor zweihundert Jahren in den Gebieten der Zwerge erbauten. Die Zwerge boten den Bewohnern noch den Abzug an, und begannen dann mit der vollständigen Zerstörung der Stadt. Das alles Elfische wurde vernichtet, zu Staub zermalen und dient als Fußbelag in dem Undgrin Ankor, andere Teile wurden in einer neuen Brauerei in Karak Kadrin verarbeitet. Ein Grundstein des Haupttores wurde zum Eidstein für König Grundin. Edelsteine wurden Teil der Kammern von König Hrallson von Karak Azul und Karak Achtgipfel erhielt ein neues Große Tor zur Maschinistengild, das aus zweitausend Elfenspeerspitzen hergestellt wurde. In ihrem Groll gegen die Elfen begannen die Zwerge danach, das Gebiet durch Salz gänzlich unfruchtbar zu machen.1 Es dauerte weitere dreihundertsechsundviertig Jahre bis der Phoenixkönig in die Alte Welt eintraf.1 Dem folgte die vierzehnte Belagerung von Tor Alessi, die auch als Schlacht der drei Türme bekannt wurde. Manchen Quellen zufolge begingen die Zwerge hier ein besonders abscheuliches Verbrechen. Gotrek Sternenbrecher erschlug hier den Phönixkönig in der Nacht, als die Gesandten der Zwerge, die eigentlich zu Friedensgesprächen kamen, die Tore der Stadt öffneten, um die 100 Tage dauernde Belagerung zu beenden. Andere Quellen sprechen von einem Frontalangriff des hitzköpfigen Phönixkönigs.

Tatsächlich dauerte der Krieg 500 Jahre, wobei nach 400 Jahren nur noch wenige große Kolonien der Elfen standen: Sith Rionnasc'namishathir und Tor Alessi. Eines der letzen Gefechte fand -1575 IC statt und war ein weiterer Sieg der Dawi. Während des Kriegsverlaufs wurden die Grünhäute und Tiermenschen, die bislang von den Armeen der beiden Völker in Schach gehalten wurden, zu einer steigenden Gefahr für das junge Volk der Menschen.1

Das Ende des Krieges

Direkt nach dem Sieg bei Tor Alessi ließ der Hochkönig Boten an jede Zwergensiedlung und jedes Königreich senden und den Krieg für beendet erklären. 1 Trotz einer Rückeroberungsaktion seitens der Elfen und einem Frontalangriff auf Karaz-A-Karak blieb nicht nur die Festung, sondern auch die Phönixkrone seither in den Händen der Zwerge. Interessant ist, das dieser Rückeroberungsversuch nur bei den Elfen, aber nicht bei den sonst sehr genauen Zwergen verzeichnet ist.1 Das Verhältnis zwischen Zwergen und Elfen wurde nie wieder normalisiert, auch wenn es heute wieder einzelne Handelsbeziehungen gibt.

Quellen