Tiermenschen

Aus Lexicanum
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tiermenschen-Wallpaper von Games Workshop

Allgemein

Tiermenschen - auch Bestien des Chaos, Lieblingskinder des Chaos oder Brayherds3 genannt - ist die Zusammenfassung für eine ganze Reihe von abscheulichen, widernatürlichen Kreaturen, welche durch die verderbende Macht des Chaos während der Zeit des Warptorbruchs aus den Vorgängern der Menschen entstanden sind: Ungors, Gors, Bestigors sowie die stierköpfigen Minotauren und die Centigors - Zentauren, die statt eines Menschen- einen Tiermenschenoberkörper besitzen. Sie haben eine den Menschen ähnliche Intelligenz, agieren jedoch wie wilde Tiere. Richter Kless geht davon aus, das es etwa doppelt so viele Gor-Tiermenschen gibt, wie Menschen. Und das sie von Arabia und den Südlanden bis in den höchsten Norden Norscas existieren, selbst in Gebieten wie dem Wald von Loren.13

Die verschiendenen Tiermenschen variieren sehr stark in Erscheinungsbild und Körpergröße, aber allen gemeinsam sind gespaltene Hufe, Fell und Hörner. Die Größe von letzteren ist dabei ein Statussymbol, mehr noch als die Fellfarbe, die durch Schmutz, Blut und Kriegsbemalung oft ohnehin nicht so klar zu erkennen ist. Alle Tiermenschen - selbst die schwächlichen Ungors - sind sehr zäh, und den meisten Menschen oder Elfen körperlich überlegen. Abgesehen von einem Fetzen als Lendenschurz und gefundenen oder gestohlenen Rüstungsteilen tragem sie zumeist keine Kleidung. Einige Tiermenschen werden von den Chaosgöttern zusätzlich mit Mutationen wie Hummerscheren, Tentakeln oder Extragliedmaßen gesegnet. In früheren Zeiten wiesen die Tiermenschen kein einheitliches Erscheinungsbild auf, auch wenn Stier- oder Ziegenartige zahlenmäßig überlegen waren.

Das Erscheinungsbild der Tiermenschen unterscheidet sich von Region zu Region. So gibt es:

Außerdem gibt es vermutlich noch weitere Arten in Arabia und den Südlichen Chaoswüsten. Diese zahlenstärksten Wesen des Chaos könnten von der Anzahl her den Menschen sogar überlegen sein.

Tiermenschen hassen die richtigen Menschen - und im Prinzp jeden anderen - und leben einzig und allein für Mord, Krieg und Zerstörung. Sie sind extrem undiszipliniert, und Gewalt ist die einzige Autorität, die sie akzeptieren.

Ihr größtes Bestreben ist es, die zivilisierten Reiche niederzubrennen und wieder ihren Platz als ultimative Herrscher der Wildnis, in der alle anderen Geschöpfe nur Beute darstellen, wieder einzunehmen. Die Kriegsführung betrachten die Tiermenschen als große Jagd, wobei die Schlacht selbst schließlich dem Reißen der Beute gleichkommt. Ihre Opfer in einen Hinterhalt zu locken ist viel mehr ihren Instinkten zu verdanken, den an sich sind sie zu laut und kampflustig um sich wirklich an einen solchen Plan halten zu können.1.1

Ihre Sprache ist die des Chaos und wird Dunkelzunge genannt.

Hintergrund

Geschichte

Es ist bekannt das die Tiermenschen zur Zeit Sigmars unsicher machten. Lediglich die Wälder der Unberogen waren weitgehend durch Sigmars stetige Truppen relativ sicher.2

Mortheim

Als sich Mortheim durch den Kometeneinschlag in eine Hölle aus Warpstein verseuchten Ruinen verwandelte, kamen auch die Tiermenschen aus den umliegenden Wäldern. Sie bildeten plündernde Banden, die in den Straßen der zerstörten Hauptstadt der Ostmark nach dem kostbaren Morsstein suchten, um ihn zu Ehren der Chaosgötter zusammen mit anderer Beute und Trophäen am Fuße ihrer Herdensteine aufzuhäufen.

Verbreitung

Sie leben in den Wälder und den Ödländern der Warhammerwelt, am häufigsten jedoch im hohen Norden, im Drakenwald und im Schattenwald.

Üblicherweise leben sie in Höhlen und anderen geschützten Lagern in der Wildnis. Sie errichten jedoch auch oft auf Lichtungen und in der Einöde Herdensteine und opfern dort den Chaosgöttern, die sie in wilden, orgiastischen Festen verehren, Beute und Gefangene.

Herden

Siehe Kriegsherde

Tiermensch

Sie leben in Gruppen von einem Dutzend bis zu mehreren Hundert Wesen, deren oberster Führer den Titel eines Fürsten trägt und meist von den Chaosgöttern reich beschenkt wurde.

Wird der alte Anführer einer Herde erschlagen, wird um die neue Führung gekämpft und der Sieger verspeist das Herz des alten Kriegsherrn.

Militär

Angeführt werden sie von Großhäuptlingen, Häuptlingen und Tiermenschenschamanen, unter deren Kommando sie sich zu Kriegsherden zusammenschließen, die sich zu Raubzügen in den Tiefen der Chaoswüsten und der dunklen Wälder der Alten Welt sammeln.

Man unterscheidet lt. Richter Kless folgende Ränge/Arten von Gor-Tiermenschen:

  • Ungor oder Bray, die überwiegende Menge der Tiermenschen und nicht Mensch, nicht Gor. Einige unter ihnen sind Caprigor.
  • Gor, der Adel des Volkes, größer, intelligenter und Stärker.
  • Bestigor oder Baqsen-Gor, die Elitekrieger und die Anführer der Herde. Nur Gor oder Caprigor können diesen Rang erreichen.
  • Anführer mehrerer Horden sind bekannt als Ghurgor.
  • Mutanten oder Turnskins, geniesen je nach Herde unterschiedlichen Status. Einige sehen in ihnen die Auserwählten der Götter, bei anderen sind sie noch unter dem Rang eines Ungor oder Bray.
  • Schamanen der Tiermenschen stehen noch höher als die Bestigor, und auf den großen Zusammenkünften mehrerer Herden, den Brayherd, meist an einem Herdenstein schweigen alle, wenn ein Schamane das Wort ergreift. Niemand, auch niemand einer rivalisierenden Herde, würde jemals einen Schamanen angreifen, und obgleich Schamanen in keinster Weise uniformiert sind, sind es immer die unterschiedlichfarbenen Augen, die sie ausweisen. Sie gibt es von allen Chaosgöttern, auch Khorne, da sie nicht nur Magier sind, sondern auch Priester des Glaubens und Sprachrohr der Götter.
  • die fast nur in den Regionen Kislevs und weiter nördlich vorkommenden Centigor, den Zentauren nicht unähnlich, sind keine Mischung aus Mensch und Ziegen, sondern aus Wolf, Pferd und Gor oder einer Mischung aus Oger und Mensch. Sie sind ungeschickt, und benötigen andere die Waffen für sie herstellen, auch sind sie nicht sonderlich intelligent. Sie leben als räuberische Nomaden und sind häufig betrunken. Sie sind auch, anders als andere Gor-Tiermenschen, nur schwer des Sprechens mächtig. Eine Brayherd stürmen sie und rufen ihren Namen, da sie auch des Schreibens auf den Herdenstein nicht mächtig sind. Sie sind einfach zu handhabende Verbündete, und daher gern gesehen.
  • Die Bovi-Gor oder Minotauren sind ebenfalls indirekter Teil der Herden. 13

Die Ungors stellen, neben eventuell aufgenommen Mutanten, die unterste Schicht ihrer Gesellschaft da, was sie deswegen, ähnlich den Goblins, zu den grausamsten aller Tiermenschen macht.1.2

Berühmte Tiermenschen

Aus der Masse der Tiermenschen stechen einige Anführer besonders hervor:

Tiermenschen bei anderen Völkern

Die Menschen der Alten Welt tun sich schwer damit, Mutanten und Tiermenschen zu unterscheiden, und halten vielfach auch die Skaven für eine Unterart der Tiermenschen, obwohl das Rattenvolk eigentlich gar nichts mit den Kindern des Chaos zu tun hat.

Für die Waldelfen sind die Tiermenschen die verhasstesten Erzfeinde, die sie nicht in ihren Wäldern dulden können. Die Herren Athel Lorens sind überzeugt, dass die verdrehten Chaoskreaturen die Natur um sich herum so verderben, wie sie es selbst sind, und machen bei jeder Gelegenheit aktiv Jagd auf die Bestien des Chaos.

Blood Bowl

Bloodbowl Logo.JPG
Das Blood Bowl-Universum ist dem Warhammer-Universum sehr ähnlich, doch gibt es gewaltige Unterschiede:
Per Definition handelt es sich um zwei parallele aber getrennte Welten, in denen jeweils die selben Rassen, Völker, Nationen, Städte usw. existieren. Daher treffen die Informationen in diesem Bereich sicher zu 100% auf das Universum von Blood Bowl zu, müssen aber in dem Universum der Warhammerwelt wenig oder gar nicht zutreffen.


Da Gewalt den Lebensinhalt der Tiermenschen ausmacht, ist es nicht verwunderlich daß diese auch auf den Blood Bowl Feldern anzutreffen sind. Sie spielen in Chaos-Teams wie den Chaos Allstars und den Nurgles Rotters, und ehren ihre finsteren Götter durch Ausübung dieses brutalen Sports, der ihnen genügend Gelegenheit bietet, Knochen zu brechen und Blut zu vergießen.

Historisches

In der 5. Edition von Warhammer erhielten sie eine eigene Armeeliste, und in der 6. Edition mit Armeebuch Bestien des Chaos auch ein eigenes Armeebuch.

In der 1. Edition von Warhammer 40.000 Rogue Trader gab es auch im düsteren Universum des 41. Jahrtausends Tiermenschen.

In ihren Grundzügen und besonders spielstechnisch sind die Tiermenschen an die germanischen Stämmen (wie Goten, Sachsen, Westgoten, Angeln, Ostgoten, Alemannen und Teutonen) angelehnt, die vor ca. 2000 Jahren gegen die römischen Legionen kämpften. Berichten aus dieser Zeit zufolge bemalten die Germanen ihre Körper, schnellten dann aus den Wäldern mit einem großen Lärm, den sie mit ihren Waffen und Schilden verursachten und sich dadurch psychologisch selbst aufputschten, bevor sie auf die römischen Legionen trafen. Der wichtigste Punkt an der Sache war jedoch, dass die Römer dadurch glaubten, dass die Wälder vor Germanen nur so wimmelten, was stark an ihren Nerven zerrte.

Modellreihe

Großhäuptlinge
Minotaurenlord
Ungorherde
Tuskorstreitwagen

Quellen