Mousillon (Stadt)

Aus Warhammer - Age of Sigmar - Lexicanum
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"allegorische" - nicht realistische - Darstellung der verdammten Stadt Mousillons

Mousillon, oder auch Stadt der Verdammten wurde von vernünftigen Menschen gemieden und galt nicht mehr als Teil des Bretonischen Königreiches. Früher war sie die Hauptstadt des gleichnamigen ehemaligen Herzogtums und, von Norden aus gezählt, die erste Hafenstadt an der Westküste.1

Geographie

Sie lag mitten in Bretonia, nahe an der See an den Ufern, beziehungsweise im sumpfigen Tal des Grismerie.1

Allgemeines

Die Stadt legte ein ziemliches Wachstumtempo an, besonders in Bretonias finsteren Zeiten wo sie zum Zufluchtsort für Flüchtlinge wurde. Diese waren so zahlreich das sich um die Stadtmauern Siedlungen von Hütten bildeten die sich entlang der Flussufer ausbreiteten, da sie jedes Jahr von diesem überschwemmt wurde, was große Seuchen mit sich brachte hatten deren Bewohner sehr darunter zu leiden.1 Die Wasserleichen und Seuchentoten reihten sich in dem Festungshafen Seite an Seite. Der schlechte Zustand sorgte auch dafür das sich Skaven in den Stadtkatakomben niederließen.1 Bereits bevor Herzog Maldred die Feenzauberin verschleppen ließ, nach der Krone Bretonias griff und versuchte, die Bretonen mit dem Falschen Gral an der Nase herumzuführen, hatte Mousillon, einen üblen Ruf. Viele Könige und Herzöge versuchten davor immer wieder die Stadt von ihrem Übel zu reinigen was aber nie von langer Dauer war.1 Es hieß das alle Friedhofswächter nebenher als Grabräuber und Leichenverkäufer arbeiteten, was unzählige Nekromanten anzog. Die Verdammnis war so groß, das selbst die Reichsten der Stadt schmutzig und in Lumpen gehüllt waren. Auf den wenigen Märkten wurden verrottete Früchte und fauliges Fleisch an die zombieartigen Einwohner verkauft, das auch aus den Seuchengruben stammen konnte. Es hieß das alle Friedhöfe und Leichenhäuser von Ghoulen bewohnt wurden. Zudem waren nahezu sämtliche Brunnen der Stadt mit Warpstein verseucht, was dazu führte, daß immer mehr Mutanten geboren wurden. Inmitten des Zerfalls erhob sich der versiegelte Palast.

Unter der Herrschaft von Herzog Maldred de Mousillon und seiner Frau Malfleur blühte die Stadt zu Beginn wirtschaftlich und optisch auf, im Sommer ließ das Sonnenlicht die weißen Hausmauern erstrahlen, im Winter konnte das Umland unter einer dicken Schneedecke frieren aber in der Stadt selbst wurde alles von einer sanften warmen Briese erwärmt. Sie schien von einem Zauber erfüllt, ihre Bewohner lebten zufrieden und glücklich während Reisende die Stadt beeindruckender als selbst die Hauptstadt Courunne beschrieben. Der Reichtum stammte jedoch von Maldreds dunklen Geschäfte mit den Schiffen der Nacht. Tagsüber mochten die Straßen von üblichen Geschäftigkeit eines Hafens gefüllt sein aber Nachts verließ kein Einwohner das Haus. Das Einzige was dann unterwegs war und vor Leben sprühte waren der herzogliche Palast in dem die Adligen zu lieblichem Gesang und Musik speisten und tanzten bis der Morgen hereinbrach, und die in lange Kapuzenmäntel gehüllten Mannschaften der Schiffe der Nacht die geheimnisvolle Kisten von ihren Kähnen in die Lagerhallen hin und her trugen.1

Nach der dreijährigen Belagerung durch die Bretonen, die die Folge der Affäre um den Falschen Gral war, brachen in der Stadt die Roten Pocken aus.1 Maldred seinerseits ließ alle Nahrungsvorräte der Stadt in seinen Palast schaffen3, und schloss sich mit allen Adligen seines korrupten Reiches ein, um der Seuche zu entgehen. Die Bewohner Mousillons hungerten und starben derweil.1 Am einem Morgen endete die Belagerung abrupt. Alle Adligen waren tot. Der König Bretonias ließ daraufhin den Palast Maldreds zumauern, und zog sich mit seiner Streitmacht danach fast fluchtartig aus Mousillon zurück. Es wurde kein neuer Herzog mehr ernannt, und die Stadt mit einem sogenannten «Cordon Sanitaire» umgeben - einem scharf bewachten Grenzstreifen, der verhindern sollte, daß das Böse aus der verfluchten Provinz sich in die benachbarten Herzogtümer ausbreiten könnte.1 Jedes Jahr zum Winteranfang jedoch, erklangen die Instrumente aus dem Inneren des Palastes, und die zombieartigen Adligen tanzten für immer ihren Todestanz der Verdammnis.3 Anderen Quellen zufolge erzählten sich die den Grismerie nach Gisoreux hinauffahrenden Handelssschiffer das jede Nacht Gelächter und Musik geisterhaft von der Stadt über das Wasser wehte.1

Während der Belagerung ging neben den üblichen Schäden eine Verwandlung mit der Stadt vor. Die glänzen weißen Häuser bekamen zuerst Flecken um dann auseinander zu bröseln und brüchige Lehmziegel zu entblößen. Die Straßen bekamen Risse während übelriechende Seepflanzen die Hafen anlagen überwucherten und die vorher prächtigen Stadtmauern von Schimmelpilzen bedeckt wurden.1

Da die Bevölkerung, sofern noch am leben, nach dem Ende der Belagerungin neu gegründete Küstenbaronin zog oder von Seuchen dezimiert war und wurde galt die Stadt formel als unbewohnte Ruine. Immer wieder wurde sie von Questrittern oder Fahrenden Rittern aufgesucht die dort Monster und andere Kreaturen jagten. Vor den Letzten Tagen galt sie und das Herzogtum als verlorenes Gebiet und Louen Leoncoeur wurde wiederholt bedängt einen Heiligen Krieg auszurufen, die Stadt endgültig zu reinigen und die Region zurückzuerobern.1

Geschichte Mousillons

Mousillon

Mousillon vor Gilles Le Breton

IC verheiratete der damalige Duc Simon Beaumanoir von Mousillon seine Tochter Maud du Goiscin mit Arnout van Daalen, dem Erben der Baronie Westerland, um ihre Allianz gegen L'Anquille zu zementieren. Obwohl zwischen den Städten offenbar bereits damals eine Feindschaft oder doch Rivalität bestand, wurden beide Herzöge - Landuin von Mousillon ebenso wie Corduin de L'Anguille zu Gralsgefährten Gilles Le Bretons.

Mousillon zu Zeiten Gilles Le Breton

Unter Herrschaft Landuin de Mousillons, der bereits ehe er sich Gilles dem Einiger anschloss, ein berühmter Ritter war, und als personifiziertes Ideal der bretonischen Ritterschaft galt, stand Mousillon vorübergehend im Ruf, das schönste aller bretonischen Länder zu sein. Landuin empfing den Segen der Herrin des Sees zusammen mit Gilles und seinem ewigen Rivalen Thierulf de Lyonesse wodurch er einer der ersten Gralsritter wurde. Im folgenden begleitete er den Einiger auf allen seiner zwölf Schlachten, die dieser schlug um das Land zu einen. In der neunten Schlacht mußten die Gralsgefährten dabei in Mousillon selbst kämpften. Sie waren voller Vorfreude diese gesegnete Region besuchen zu dürfen dort hin gezogen, fanden Landuins Land jedoch völlig verwüstet vor. Untote krochen durch die Straßen und die Familie Landuins war ermordet worden. In einer riesigen Schlacht gelang es den Bretonen die Untoten zu vernichten und schließlich erschlug Landuin selbst den grausamen Vampir, der für dieses Katastrophe verantwortlich war. Doch erholte sich das Land nie mehr von diesem Elend, was sich auch in Landuins Psyche wiederspiegelte.

Nach Gilles Tod, war es Landuin, den viele als dessen Nachfolger sehen wollten, aber er wurde letztlich von den Herzögen übergangen, die sich darauf einigten, daß Gilles Sohn Louis König werden solle. Viele Jahre später, 1003 IC, kam es erneut zu einem Streit Herzog Landuins mit Thierulf de Lyonesse, bei dem es wahrscheinlich um dessen Frau Rosalind ging. Bei einem nachfolgenden Duell siegte Landuin. Sein Kontrahent trug eine deutliche Narbe im Gesicht davon. Im Jahre 1045 IC verstarb Landuin. Er wurde tot in seinem Bett aufgefunden. Die Todesursache ist unbekannt. Da jedoch sein ewiger Rivale Thierulf, dessen Leben wie das aller Gralsritter übermenschlich verlängert wurde, ihn um fast 100 Jahre überlebte, könnte man einen unnatürlichen Tod vermuten. Oder aber Landuin verlor den Segen der Herrin. In jedem Falle endete mit Landuins Tod die kurze Periode, in der sich Mousillon von seinem düsteren Ruf befreien konnte:

Die Rotpoken-Epidemie

Während des großen Angriffs der Skaven auf Bretonia, den der Seuchenklan mittels der Rotpocken versuchte, herrschte Herzog Merovech de Mousillon über Stadt und Herzogtum. Er blieb aber von der Seuche verschont, was mit seiner Beschäftigung mit finsterer Magie zusammengehangen haben könnte. Merovech war ein extrem grausamer Despot ohne einen Funken Mitgefühl für die Gemeinen unter seiner Herrschaft, und so gab er den Befehl, einfach die ausufernden Slumbezirke der Hafenstadt samt ihren Bewohnern niederzubrennen, um die Epedemie einzudämmen. Nach dem durch diese Maßnahme von unfassbarer Grausamkeit die Seuche tatsächlich unter Kontrolle gebracht worden war, zog er an der Spitze seiner Armee aus, um die Rattenmenschen zu bekämpfen, die 1813 IC aus dem Tiefenreich an die Oberfläche kamen, und Quenelles und Parravon belagerten. Obwohl Herzog Merovech sich durch großen Mut und Kampfgeschick auszeichnete, erregte seine blutrünstige Raserei, mit der er wie wahnsinnig selbst auf die Leichen bereits gefallener Gegner weiter einhackte und stach, die Abscheu der Verbündeten, namentlich der Waldelfen. Nach der erfolgreichen Beendigung beider Belagerungen lud er die Ritter der anderen Herzogtümer und den König zu einer Siegesfeier nach Mousillon ein. Dort wurden seine Gäste - die der Einladung nur zögernd und ungerne Folge geleistet hatten - zu ihrem Entsetzen Zeuge, wie der Festsaal mit den Leichen Gepfählter dekoriert war und Verbrecher während des Banketts vor den Augen der Besucher in Kesseln zu Tode gesotten wurden. Als der König Bretonias Merovech für diese unerhörte Beleidigung der hochgeborenen Gäste anklagte, und abreisen wollte, erklärte der Herzog Mousillons er sei es, der beleidigt worden wäre. Merovech zwang seinen Lehensherrn, den König, zum Zweikampf und tötete ihn in diesem Duell, wobei er ihm die Kehle aufriss und sein Blut trank. Die übrigen Gäste flohen voller Grauen, wobei sie von den ghoulähnlichen und von Mutation gezeichneten Bauern Mousillons bis zur Grenze des Herzogtums verfolgt wurden. In der Folge taten sich alle Herzogtümer Bretonias gegen Merovech zusammen und belagerten Mousillon, da Merovech als Sieger des Zweikampfs behauptete, einen Anspruch auf die Königskrone zu haben. Merovech wurde getötet, und das Herzogtum verlor einen erheblichen Teil seiner Fläche an seine Nachbarn. Obwohl sich die Überlieferungen darüber ausschweigen, kann man aus den Schilderungen der Ereignisse Indizien dafür ableiten, daß Herzog Merovech de Mousillon ein Vampir gewesen sein könnte.

Dies war aber noch nicht der Tiefpunkt in der Geschichte der Stadt und des Herzogtums:

Die Affäre um den Falschen Gral

Herzog Maldred de Mousillon, der mit der Zauberin Malfleur verheiratet war, schaffte es zeitweilig die auf Grund ihrer ungünstigen Position am Unterlauf der Grismerie von häufigen Überschwemmungen und regelmäßig darauf folgenden Epedemien heimgesuchte Stadt zu zeitweiliger wirtschaftlicher Prosperität zu führen. Allerdings hatte dies wenig bis nichts mit dem Fleiß ihrer Bewohner aber dafür sehr viel mit der verderblichen Zauberei Malfleurs und den dunklen Geschäften des Herzogs zu tun. Der Anspruch auf den zu dieser Zeit verwaisten Thron Bretonias war mit der Heirat mit der Tochter des letzten Königs verbunden, was Herzog Maldred, der ja bereits verheiratet war, faktisch ausschloss. Um seine Hände trotzdem nach der Krone ausstrecken zu können, beging Maldred ein in den Augen der Bretonen unverzeihliches Verbrechen: Er ließ die damalige Feenzauberin von Bretonia von Gemeinen, die zum Gesindel des Hafenviertels gehörten, aber als Questritter verkleidet waren, verschleppen, und sperrte sie in einem abgelegenen, hohen Turm ein, der angeblich von einem Jabberwock bewacht wurde. Während sich die Anwärter auf die Hand der Königstochter und die Krone nun gegen dieses Monster aufreiben sollten, täuschte er vor, selbst auf eine Gralsqueste zu gehen. Bei dem Gral, der er nach seiner Rückkehr präsentierte, handelte es sich in Wahrheit jedoch um einen Kelch, welchen Grabräuber aus einer geplünderten Gruft geholt hatten, und den seine Frau geschickt verzaubert hatte. Mit der erlogenen Behauptung, den Gral nicht nur gefunden sondern auch ausgehändigt bekommen zu haben, wollte der verbrecherische Herzog die Königswürde unmissverständlich für sich reklamieren.

Allerdings gelang es einem der Fahrenden Ritter, die auszogen, um den Jabberwock zu erschlagen, und die Feenzauberin zu retten, tatsächlich das Monster zu besiegen, das den Turm mit der Gefangenen bewachte, und das in Wirklichkeit eine von Malfleur mit Magie geknechtete Chaosbrut war. Die befreite Feenzauberin deckte den infamen Betrug auf, ehe Maldred gekrönt werden konnte, aber dieser weigerte sich, aufzugeben, und zog sich hinter die Mauern Mousillons zurück. Dort wurde er von der vereinten Ritterschaft Bretonias drei Jahre lang belagert. Da die Schiffe der Bretonischen Flotte seinen Hafen blockierten und die Versorgung der Stadt auf dem Seeweg unterbanden, kam es in Mousillon zu einer verheerenden Hungersnot die, zusammen mit dem großen Ausbruch der Rotpocken, die belagerte Stadt entvölkerte. Nach dem schließlich der Herzog, seine Frau und die korrupten Adligen im verschlossenen Palast Maldreds während des berüchtigten Maskenballs den Tod gefunden hatten, endete die Belagerung.

Nähreres siehe der Letzte Maskenball Mousillons.

Mousillon bis zu den Letzten Tagen

In der Folge wurde Mousillon der Status eines Herzogtums entzogen. Der Palast mit all seinen Toten wurde von den entsetzten Siegern vermauert und das verkommene, zum Niemandsland erklärte Gebiet Mousillons von bretonischer Seite mit einer dichten Grenze - «Cordon Sanitaire» genannt - umgeben, um zu verhindern, daß sich die dort nistenden Übel in die benachbarten Reiche ausbreiteten.1

Inspiration

1 Die Geschichte des tödlichen Maskenballs ist eindeutig von der klassischen Gruselgeschichte "Die Maske des Roten Todes" von Edgar Allan Poe inspiriert.

Quellen